Eine Anektode für deine China-Reise

Wenn einer eine Reise tut…

Unsere drei Freunde aus Deutschland sind weg und wir wieder zu Hause. Eigentlich mitterweile Routine:

  • Taxis besorgen
  • ab zum Flughafen
  • einchecken
  • verabschieden
  • nach Hause…

Doch heute sollte es anders kommen. Man kann, ohne Übertreibung sagen, es kam DICKE!



Was war los? Zu viel… Irgendwelche Idioten ihrer Fluggesellschaft oder von ihrem Reisebüro haben nämlich den ersten Flug auf 9 Uhr morgens bestätigt. Nichts besonders. Ebenfalls Routine. So standen wir um 6 Uhr morgens auf (nachdem wir um 4 Uhr ins Bett gingen), arbeiteten die Checkliste ab und stellten am Flughafen fest, dass auf der Anzeige für die Flüge der Flug nach Chengdu fehlte…

Kein Problem, zum Schalter, Pässe hingelegt und zu hören bekommen das die Flüge auf 9 Uhr bestätigt waren. Abends 9 Uhr. Nochmals kurz zum Ticketschalter der Airline, nachgefragt ob es evt. ein versehen war und ob es noch einen früheren Flug gibt, um zu erfahren das dieser Flug immer um 21.00Uhr chinesischer Zeit wäre.

Das Problem dabei war aber, dass die Jungs um 15.00 Uhr von Chengdu aus nach Amsterdam fliegen wollten. Was tun? Reisebüro angerufen, wo man sich nicht mal einen Anrufbeantworter leisten kann und im Internet geschaut wie man die Zentrale erreichen kann. Leider nur mit 0180 Nummer, die natürlich aus dem Ausland nicht angerufen werden kann.

Wieder ein Taxi organisiert und ab zum Bahnhof. Dort festgestellt das ALLE Plätze ausgebucht sind und gleich das nächste Taxi zum Busbahnhof genommen. Wie viel Kohle wir bis dahin schon verbraten haben wird nur der Verantwortliche erfahren ;-) Unterwegs fragten wir noch den Taxifahrer was es den kosten würde wenn er uns die etwas mehr als 300 Kilometer fährt. 1.200Kuai und dann auch nur in seinem eigenen Auto, weil es auf der Autobahn keine Gastankstellen gibt. Shit wie Mei Ling neuerdings zu sagen pflegt (von mir hat sie es nicht gelernt, ich fluche weniger als man mir unterstellt ;-))…


Am Busbahnhof kam dann die Aussage „etwas mehr als 3 Stunden“, woraus aber mal kurz 4,5 Stunden wurden. Wir mussten nämlich, wer hätte es gedacht, unterwegs noch den Bus wechseln.

In Chengdu angekommen haben wir dann ein Schwarztaxi (wer hätte gedacht das es sowas in China gibt ;-)) genommen, um 26 Minuten vor Abflug am Terminal anzukommen. Mei Ling meinte noch „hoffentlich hat der Flieger Verspätung“, um dann grinsend aus dem Terminal zu kommen und zu sagen das er wirklich erst 40 Minuten später abheben wird. Puhh. Wer hätte gedacht, dass man sich über einen verspäteten Flieger auch freuen kann?!

Die Jungs riefen dann nochmals an, nachdem sie ihre Bordkarten hatten und wir überlegten was wir mit dem angebrochenen Tag machen würden. Es war ja schon Mittag. Mei Ling meinte wir könnten ja eine Nacht in Chengdu bleiben und dann morgens gemütlich nach Hause fahren. Gute Idee. Nur hatten wir, wer hätte es gedacht, keine Dokumente dabei. Im Hostel angerufen um zu erfahren, dass wir unter keinen Umständen ohne Pass oder Perso dort absteigen könnten, wieder zum Bahnhof und Tickets nach Chongqing gekauft. Wer hätte es gedacht, hatte sich der Fahrplan geändert und der Abendzug hielt nicht nur nicht in Beibei, sondern kostete auch glatt mal das Doppelte. Ätzend. So kamen wir um 21.30Uhr in Downtown an, nahmen uns ein Taxi nach Beibei und gingen erst mal was futtern.


Aber wen kümmert es? Unsere Freunde haben ihren Flieger bekommen. Das ist alles was zählt!

Over, out, gute Nacht, neulich beim Chinesen kommt wohl erst morgen,
Mei Ling und Sven

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2 Gedanken zu „Eine Anektode für deine China-Reise“

  1. Oh Shit – da muss ich Mei Ling recht geben… Das war ja wohl echt ein Erlebnis der „besonderen“ Art. Zum Glück ist die Menschheit – zumindest die Meisten davon – ja flexibel. Ich hoffe, die drei sind gut gelandet und wünsche euch beiden einen erholsamen Schlaf. Die Moral von der Geschicht ist wohl die, dass Du einen Ereignisreichen Tag auf Deinem Blogg veröffentlichen konntest ;-).

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  2. Moin Schwesterherz,

    der Plan hält nur bis zum ersten Feindkontakt. Ich hatte mir, nach meinen zwei Stunden Schlaf, vorgenommen die Herren zum Flughafen zu bringen, dann zu pennen und schon das Mittagessen vor Augen…

    Mei Ling pennt noch, das war gestern wirklich zu viel des Guten. Habe den Jungs noch gesagt, dass sie nun wirklich was in Deutschland erzählen können ;-)

    Die Blogpause ist nun übrigens auch vorbei, schreibe gerade am „Neulich beim Chinesen“ und an meiner Jahresabrechnung, die morgen online gehen wird.

    Liebe Grüße an alle,
    Sven

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