Backpacking in China – heute "günstig reisen mit dem Bus"…

Eigentlich wollte ich den Post ja schon wesentlich früher schreiben und dann mit dem Titel „Frauen fahren besser – mit dem Bus“ ;-) Da ich zwar vieles bin (Kurzzeitpatriot, unzuverlässig und weiß der Himmel was mir noch nachgesagt wird) aber kein kleiner Machoarsch lass ich das doch lieber. Keine Ahnung wer außer meiner Mutter und meinen Schwestern noch mein Blog liest!

Aber zurück zum Thema, dem Bus fahren in China. Wie gesagt, lange geplant, oft vergessen, nun endlich online ;-) Ich hatte ne nette Email bekommen, auf die ich unter anderem auch antwortete das man ganz gut mit Rucksack und Bus durch das Ländlein tingeln kann…

Bus fahren ist wie gesagt etwas für Leute mit Nerven, die auch nicht unter Bandscheibenproblemen leiden und wenig Geld ausgeben möchten. Hast Du alles abgehakt kannst Du getrost weiterlesen, ansonsten kannst Du den Post abhaken. Das wäre nämlich Zeitverschwendung und wahrscheinlich, da ich die meisten Zugriffe tagsüber habe, Verschwendung von Produktivität ;-)

Busse gibt es in China in verschiedensten Ausführungen. Minibusse, die in kleineren Städten den innerstädtischen Verkehr bedienen, größere Linienbusse, die ebenfalls im Stadtverkehr eingesetzt werden und Inter-City Busse, die, wer hätte es gedacht, zwischen Städten verkehren.

Da es um das Thema Reisen geht (unser Weg von Beibei nach Downtown Chongqing ist zwar schon eine halbe Weltreise, aber die Stadt haben wir nicht mal verlassen wenn wir sechs Stunden zu Mei Ling fahren) werden wir uns auf die letztere Gruppe konzentrieren.

Die Busse, zumindest die die ich bislang genutzt habe und die ich bislang auf Busbahnhöfen sah, haben meistens schon ihren Zenit überschritten. Auf meine Bemerkung das die Kässbohrer Busse wohl in Deutschland keinen TÜV mehr bekamen hat Mei Ling aber angesifft reagiert ;-) Meistens gibt es ein On-Board Entertainment, soll heißen irgendwelchen angestaubten Mist auf chinesisch und von Video CD (was glaub ich der Vorgänger oder Konkurrent der DVD war). Wenn man öfters Bus fährt sieht man den selben Mist immer wieder und begreift auch ohne Chinesischkenntnisse um was es geht.

Kenntnisse der chinesischen Sprache sind auch von Vorteil wenn man ein Busticket kaufen möchte, da das Personal und die Mitreisenden zu 100% kein englisch sprechen können ;-)

Busse gibt es als „Schlafbuse“, soll heißen Busse die keine Sitze sondern Betten mit einer meistens versifften Bettdecke haben und natürlich für Chinesen gebaut wurden, sprich nicht gerade die größten Betten haben und als normale Sitzbusse, bei denen meistens die Rückenlehne am Sack ist.

Zwischendurch, das ist wie auf ner Kaffeefahrt, wird irgendwo in der Pampa gehalten und man kann sich erleichtern (Du dachtest doch nicht das die Busse ein WC hätten?!) bzw. Sachen einkaufen (was der gemeine Chinese natürlich VORHER und nicht in der Nähe des Busbahnhofes macht, da die Dinge natürlich Apothekenpreise haben [auch im Sozialismus chinesischer Prägung gibt es Monopole])…

Ich will das ganze nicht schlecht reden, sondern nur vermeiden das sich jemand auf den 5* Luxusbus einstellt und dann in nem Seelenverkäufer landet. Es ist günstig und da braucht man keine zu hohen Erwartungen haben… Von Unglücken habe ich, trotz der rabiaten Fahrweise, bislang auch noch nichts gehört und wir sind bislang auch immer Heil am Ziel angekommen ;-)

Am Ziel kann man dann in ein Taxi steigen oder, wer hätte es gedacht, fließend in den innerstädtischen Verkehr wechseln.

Kauf dir aber, vor Abreise, nen Lonely Planet, damit Du nicht am falschen Ziel rauskommst!

Eine gute Reise wünschen
Mei Ling und Sven

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2 Gedanken zu „Backpacking in China – heute "günstig reisen mit dem Bus"…“

  1. Ich hatte auf meiner Reise auch das Vergnügen, einmal den Bus benutzen zu dürfen. Ich das als sportliche Herausforderung. Zum Glück hatte ich mir vorher im Hotel den Ort an dem ich aussteigen wollte auf chinesisch auf einen Zettel schreiben lassen. Den hatte ich dem Fahrer unter die Nase gehalten und bin nicht von seiner Seite gewichen. Der war zwar nach paar Stopps langsam genervt von meinen fragenden, hilflosen Blicken, hat mich letztendlich aber dann rechtzeitig hingewiesen auszusteigen.

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  2. Hi Lukas,

    willkommen an Bord ;-) Hier in China geht das ja noch einigermaßen. Ich weiß aber wie sich das anfühlt, da ich vor einigen Jahren in Sao Paolo lebte und am Anfang natürlich kein Wort Portuguese sprach. Eine Kollegin zeigte mir am Tag meiner Ankunft wo ich umsteigen musste (soll heißen wo ich aus dem Bus muss, um dann 800m durch die Dunkelheit zu marschieren um den nächsten Bus zu finden) und danach musste ich noch „meine“ Haltestelle finden. Schön wenn dir jeder erzählt wie kriminell die Stadt doch ist und überall Gettofeuer brennen. Die ersten male bin ich natürlich immer an meiner Haltestelle vorbei gefahren, da die genau hinter dem Straßenschild, welches ich mir als Zielpunkt merkte, war und der Fahrer natürlich dachte ich möchte an der nächsten aussteigen.

    Es war auf jeden Fall ein Erlebnis!

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