Gebt den Griechen den Drachmen wieder!

May 5th, 2010  |  Published in Allgemein  |  5 Comments

Ha ha. Keine Angst, ich bin nicht derm Stammtischpopulismus verfallen, da ich ja gar nicht mehr in Deutschland lebe ;-)

Nur kurz meine 2Cents zum Thema. Das Krisenmanagement unserer Kanzlerin, von der ich bekanntlich kein Freund bin, hat etwas von dem was Obama in den ersten Tagen nach der Ölkatastrophe in den USA. Erst mal schauen wie sich dsa entwickelt, wird schon gut werden.

Meiner Meinung nach war das ganze schon länger absehen und nun ist das Kind in den Brunnen gefallen. Wie tief wird sich noch weißen, aber ich wage mal zu Prophezeien, dass meine Vorhersage von vor gut 5 Jahren, als ich in Konstanz anfing zu studieren, richtig war: Deutschland und Europa sind am Ende…

Nicht das mir dies gefallen würde, aber es musste wohl so kommen. Wenn ich mir die letzten Tage Kursentwicklung zwischen Euro und Renminbi so ansehe, hat es auch was gutes. Unsere Produkte werden, was den Export angeht, günstiger.

Genug der Worte, ich leg mich ab,
Sven

Kommentare

  1. Renkens says:

    May 5th, 2010 at 20:40 (#)

    Moin Mei Ling und Sven!

    Also für meine Frau ist der Wechselkurs aber ungünstig da ich nicht immer alles ausgleichen kann. Wenn ich daran denke das ich noch 1 zu 9.6 getauscht habe, heute der Kurs bei 1 zu 8,5 steht und der Euro noch weiter Fällt dann kann ich meiner Frau den Lebensunterhalt auch nicht mehr sichern.
    Am Ende wird es so aussehen das die Griechen aus der Europäischen Währung austretten und wir die Steuerzahler für den Kredit an den Griechen aufkommen müssen.
    Letztes Jahr die Banken und Stahlindustrie, dieses Jahr die Griechen wer wird der Nächste sein oder besser gesagt wer will der Nächste sein.
    Ich bin mal gespannt wann entlich die Deutschen auf die Straße gehen und sagen werden bis hier hin und nicht weiter aber dafür scheint es uns immer noch zu gut zu gehen.

    Wünsche Euch noch eine Restliche schöne Woche.
    Gruß Renkens

  2. Sven + Meiling (die Blogger hinter korn.cn) says:

    May 7th, 2010 at 04:19 (#)

    Moin Renkens,

    bin Ausnahmsweise mal anderer Meinung. Die Griechen haben zwar Mist gebaut, aber die Suppe MUSS von Deutschland mit ausgelöffelt werden. Ansonsten geht nämlich der Euro ganz schnell den Bach runter und dann sehen wir wirklich alt aus. Ich verdiene meine Brötchen auch noch in Deutschland, weshalb ich auch immer ein Auge auf den Euro-Renminbi Kurs habe. 2006 war der Kurs noch 1:12! Das waren noch Zeiten ;-) 2008, kurz nach Olympia, war er 1:8,3, was schon ziemlich ätzend war. Zufälligerweise fällt der Kurs aber immer dann, wenn ich hier Sachen wie Mieten etc. zu bezahlen habe.
    Das Gute ist, dass wir hier noch zehntausende RMB auf Meilings Konto haben. Das ist aber ihres, haha. Das wird, in Euro gerechnet, immer wertvoller…

    Was mir nicht gefällt ist die Haltung der SPD. Werde bei der nächsten Wahl wohl auf die FDP umschwenken müssen.
    Gleichfalls! Schönes Wochenende,
    Sven

  3. Aremonus says:

    May 7th, 2010 at 11:32 (#)

    Haha, wenn ich einmal ein paar Zehntausend in China ‘rumliegen habe, wird das normalerweise sofort für irgendwas mehr oder weniger Nützliches ausgegeben – seltsamerweise haben Yuan für mich viel weniger Wert als Franken oder Euro, daher fällt es mir äusserst schwer, sie zu sparen. Wenn ich also 10.000 Yuan für etwas ausgebe, habe ich so das Gefühl, dass es nicht viel Geld ist, sind ja nur Yuan… gebe ich jedoch einmal 1000€ für etwas aus, dann ist das für mich eine Riesensumme und ich gräme mich für Tage -.-

    Der Kurs Yuan : Franken ist jedoch einigermassen stabil, da unsere Währung auch eine Aufwärtstendenz hat. Finde ich aber nicht cool, da unser Familienunternehmen stark Exportorientiert ist und dieser Trend unsere Produktionskosten und die Preise für unsere Produkte erhöht, womit wir weniger konkurrenzfähig werden. Zudem verdiene ich ja auch in China und muss eigentlich nicht mehr tauschen…

    Unsere Zentralbank kauft derzeit auch viele Euro (dieses Jahr bereits 50 Milliarden), sodass wir wenn das so weiter geht bald auf einem ähnlich hohen Berg von nutzlosen Währungsreserven wie China sitzen. Warum sie nicht schweizerische Staatsanleihen kaufen, ist mir aber nicht klar, wäre besser und würde die Ertragslage des Staates verbessern. Leider hab’ ich an dem Tag, an welchem der Nationalbankpräsidnet an meiner Uni die Vorlesung gab, verpennt, darum konnte ich ihn nicht fragen -.-

    Als ich meine Miete aber in China für ein halbes Jahr bezahlen musste, hab’ ich dort noch nichts verdient und musste alles zum schlechtesten Wechselkurs seit Jahren umtauschen. Als ich dann später zurück reiste, war der Yuan-Franken Kurs um 35% (!) gefallen. Und ich hatte mein Geld in Yuan. Epic Fail. Naja, hab’ es einfach nicht umgetauscht und meiner Freundin gesagt, sie soll damit den Flug nach Europa bezahlen^^

  4. Sven + Meiling (die Blogger hinter korn.cn) says:

    May 7th, 2010 at 13:46 (#)

    Moinsen,

    das einzige was wir derzeit ausgeben, sind Mieten (das sind schon ein paar K RMB) und 2x pro Tag was zu futtern. Ansonsten kommt das immer schön auf die Bank. Wenn ich mich recht entsinne hat sie sich auch was von ihrer Verwandtschaft geliehen, als sie ihren zweiten Laden aufgemacht hat. Meine Kreditkarte hat zwar ein hohes Limit, aber eben auch ein Tageslimit, was den Vorteil hat, dass man sich nicht zu viele Gedanken darüber machen muss wenn man sie mal verloren hat ;-)

    Das Thema mit den teuren europäischen Währungen hatten wir ja schon mal. Die meisten sehen das halt aus der Tourisicht und blicken es gar nicht, dass es noch weit schlimmere Folgen hat, wenn die eigene Währung zu teuer ist. Aber das ist mir ehrlich gesagt egal ;-) Mit der Heimat habe ich schon lange abgeschlossen.

    Ja, willkommen im Club. Bei mir sind auch schon einige tausend Euro durch Währungsschwankungen den Gulli runter! Shit happens. Wie gesagt, immer wenn wir größere Ausgaben haben, rauscht der Euro in den Keller. Gut, in meinem Chinesischbuch steht noch 1:6,7 und Freunde von mir können sich noch an Zeiten erinnern, wo DM und RMB 1:1 getauscht wurden! Da möchte ich mich also doch noch nicht beschweren ;-)

    Cheers,
    Sven

  5. Aremonus says:

    May 9th, 2010 at 10:24 (#)

    Wow, DM 1:1 zu Yuan – kein Wunder gab es damals noch so oft Fen und Jiao (heute ist das ja, zumindest bei den Fen, eher die Ausnahme). Wann war dann das?

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