Floppenhagen…
December 19th, 2009 | Published in Allgemein | 4 Comments
Ganz kurz, da ich gerade im Spiegel diese wunderschöne Überschrift lesen durfte hier meine 2Cents:
China als Umweltsau an den Pranger zu stellen ist, wenn man selbst aus einem Industrieland kommt, einfach. Wir hatten 200+ Jahre Zeit uns zu entwickeln und selbst ich, der gerade mal 30ig ist, erinnere mich noch an Dinge wie Waldsterben und sauren Regen. Begrifflichkeiten die ich hier auch ab und an zu hören bekomme.
China ist aber erst seit etwas mehr als drei Jahrzehnten am Start und hat, trotz dem berechtigten Willen zur Entwicklung, doch schon Tendenzen in Richtung Umweltschutz entwickelt.
Aber mal abwarten. Chinesen ticken eh anders. Denke mal das sich da bald was in Richtung Koppenhagen tun wird…
Es bleibt also spannend ;-)
Over and out,
Sven
December 19th, 2009 at 18:10 (#)
Hi Sven,
ganz Deiner Meinung; was andere “entwickelte” Industrienationen seit Jahrhunderten an Klimaschäden anrichten (und der Natur sonst noch so wissentlich (!!) antun) um in den Genuss des heutigen Fortschrittes zu gelangen, so können diese froh sein wenn es überhaupt irgendwelche Bemühungen der Schwellenländer (China, Indien, …) gibt auf diesen Gebieten Nachhaltigkeit zu üben.
Grüße,
Ingo
December 20th, 2009 at 00:13 (#)
Hallo,
siehe an… Europa wollte sich ja auch nicht bewegen bzw. brachte keine Neuerungen mit…
Ausserdem was bei uns verboten ist wird in Dritte Welt Länder exportiert und kommt per Import zurück zu uns ….
Immer diese Scheinheiligkeit… im Versprechen sind unsere Politiker schnell siehe Sir Bob Geldof über Merkel bzgl. Afrikahilfe…… ups da haben wir uns wohl versprochen?
Viele Grüße
Lini&OLi
December 20th, 2009 at 01:53 (#)
Naja, ich hielte noch immer die einfachste Lösung für die Beste:
Eine globale CO2-Taxe, die auf jeden aus dem Boden gepumpten Liter Erdöl erhoben wird. Die Regierungen der Länder, welche das Öl kaufen, erhalten dann das Geld und können damit tun, was sie wollen.
Ein anderer Vorschlag wäre der, dass die EU (und andere Umweltbewusste Länder) eine CO2-Taxe auf Güter aus Ländern mit niedriger CO2-Effizienz schlagen, und einen Bonus auf Güter aus Länder mit hoher Effizienz geben. Einzelne Unternehmen dürften dann aber trotzdem CO2-Zertifikate kaufen oder sich eine umweltfreundliche Produktion zertifizieren lassen, um von der Steuer befreit zu werden.
Dass China aber umweltmässig nicht ganz auf der Höhe ist, lässt sich nicht bestreiten. Gerade in den Grossstädten ist die Luft so dreckig, dass meine Lebensqualität wenn ich dort bin beeinträchtigt wird. Zudem ist die CO2-Effizienz (Geld pro CO2) noch immer sehr tief.
Die Argumentation “die einen haben es einmal getan (oder tun es), also dürfen wir es jetzt auch” finde ich übrigens nicht ok.
Es gibt viele Ausländer, die Leben in China, ohne chinesisch zu lernen – das heisst nicht, dass ich das auch tun muss. Es gibt viele, die in China ihren Abfall auf den Boden werfen – auch etwas, das ich trotzdem nicht tun würde. Dieser Grundsatz gilt für mich auch in der Politik.
Ich informier’ mich auf jedenfall weiter – muss ohnehin eine ökonomische Studie zu Allmendengüter schreiben.
Schönes Wochenende und blog’ brav weiter!
Aremonus
December 20th, 2009 at 08:39 (#)
Moinsen zusammen,
ich antworte mal allen dreien ;-)
Ich hörte mal auf dem Stammtisch des Hilton in Chongqing, wo ich schon seit bald 2 Jahren nicht mehr war, von einem Landsmann den Spruch das die Chinesen für das was sie aktuell der Umwelt antun Reparationen zahlen sollten. Klug gesagt. Wenn wir es ebenfalls und rückwirkend machen würden…
Verglichen mit Deutschland oder der Schweiz ist China natürlich absolut dreckig. Ich hab mich schon daran gewöhnt, stelle aber selbst fest das ich in der Heimat keinen Schnupfen mehr habe ;-) Allerdings gibt es wohl schon erste Bemühungen regenerative Energien (damit meine ich NICHT das Geschwür hinter den 3-Schluchten!) zu forcieren und Umweltauflagen. Ich sehe es allerdings immer noch so, dass China vor 35 Jahren noch in der Steinzeit war. Private Marktaktivitäten gibt es auch erst seit 25 Jahren und damit hat man sich in rassend schneller Zeit in die Neuzeit katapultiert. Das waren bei uns alles Prozesse die länger dauerten und der Umwelt mehr schadeten.
Allerdings ist es in der Tat an der Zeit, wenn nicht sogar schon zu spät, die Zügel anzuziehen. Hierbei sind aber wirklich die Länder gefragt die sich bereits auf die Kosten anderer entwickelt haben. Wenn man hier nicht an einem Strang zieht dann schaut es für die (Um)welt wirklich zappen duster aus. Aber mal abwarten was die Zukunft noch so bringt…
Cheers,
Sven, der sich das Koppenhagen Geschreibe gar nicht so richtig zu Gemüte geführt hat. Im Gegensatz zu Meiling, die neulich mal auf meinen Spruch “Na, nun hasst Ihr alle Deutschen” ausgepackt hat ;-)