Chinesisch lernen in China
May 29th, 2008 | Published in chinesisch lernen | 5 Comments
Chinesisch lernen? Warum willst Du denn das?
Diese Frage wurde mir in den vergangenen 4 Jahren so oft gestellt das ich schon fast überlegt hatte meine Antwort auf Papier zu drucken und einfach dem Gegenüber den Zettel in die Hand zu drücken.
Ganz am Anfang waren es rein wirtschaftliche Interessen.
Man konnte sich schon damals nicht mehr der Tatsache entziehen das China ein immer wichtiger werdender Handelspartner für Deutschland und die EU, ja die ganze Welt werden würde. Das Problem ist aber derart geartet, dass der gemeine Chinese kein english spricht. Also hiess es chinesisch lernen…
Die dümmsten Sprüche, meine Meinung, waren z.B. die, dass man singen können muss um der chinesischen Sprache mächtig zu werden. Gut, chinesisch ist, im Gegensatz zu der unsrigen, eine tonale Sprache, sprich es gibt verschiedene Töne, die dann auch verschiedenste Bedeutungen hervorrufen werden und ganz habe ich das noch immer nicht raus. Ich bin aber der Meinung das dies NICHTS mit meinem Rauswurf aus dem Schulchor (es muss in der 6. oder 7ten Klasse der Realschule gewesen sein) und auch damit das ich unter der Dusche lieber nachdenke und mich reinige als irgendwelchen heruntergekommenen Schlager zu singen. Ganz nebenbei sind meine Gesangseinlagen in unserer Bar auf chinesisch, wenn auch teilweise etwas schräg, der Brüller…
Die schlechteste Entscheidung, meinerseits, war die, in Deutschland mit dem lernen der fremden Sprache anzufangen. Ich möchte hier nicht über das Ausbildungsniveau meiner Hochschule herziehen, obwohl ich hier natürlich Verbesserungspotential sehe, sondern ganz einfach den Hintergrund beleuchten das man sich nicht im Alltagsleben mit der Sprache konfrontiert sieht. Da ich sowohl in Deutschland als auch in China chinesisch lernte und auch vorher schon etwas portugiesisch in Brasilien aufschnappte, muss ich sagen das es hier wesentlich einfacher fällt eine derart schwierige Sprache zu lernen (und chinesisch ist schwierig, lasst euch das sagen). Könnte ich nochmal von neuem Anfangen, ich würde meinen Neustart im Reich der Mitte machen. Hier ist es übrigens auch wesentlich günstiger (Stichwort Lebenshaltungskosten) und mir bekommt auch die Mentalität wesentlich besser (Keine Kehrwochen, weniger Sozialneid, besseres Essen etc.)…
Wenn ich wieder mal Zeit habe kommen evt. noch ein paar Teile. Wie gesagt habe ich schon ein paar Jahre auf dem Buckel, unsummen für Bücher aufgewendet die nicht das Papier wert waren auf dem sie gedruckt waren und auch sonst einiges an Zeit verballert. Das dürfte sicherlich den ein oder anderen Leser / die ein oder andere Leserin interessieren.
March 10th, 2009 at 09:16 (#)
Ich glaube das ist der beste Weg Chinesisch richtig zu lernen- in China! Ich bin der Meinung, dass überhaupt alle Fremdsprache am besten in ihrem Land lernen können.
March 10th, 2009 at 11:32 (#)
Moin Hans,
erstmal herzlich willkommen und danke für den Kommentar!
Volle Zustimmung. Wenn man eine Sprache, hier also Chinesisch, lernen möchte dann doch bitte dort wo man es auch spricht. Ich hatte meine ersten Begegnungen mit dem Chinesischen in Konstanz an der FH und habe es gleich mal hassen gelernt. Das lag aber an den Unterrichtsmethoden und der Tatsache das ich ein kleiner Sprachenlegastheniker bin ;-)
Als ich dann endlich nach China durfte (bzw. mich über die Regelung meiner ehemaligen Hochschule, welche besagte, dass man erst nach bestandener Prüfung nach China darf, hinweg setzte) ging es aber auch mit meinem Chinesisch steil Berg auf.
Früher lebte ich mal in Brasilien und habe mir gleich, für die Mittagspause, ne Lehrerin ins Büro bestellt. Nach ein paar Wochen fühlte ich mich schon wesentlich wohler, konnte ich doch im Restaurant bestellen und auch nach der Rechnung fragen. Das einzige was mich damals interessiert hat ;-)
Viele Grüße,
Sven
March 11th, 2009 at 10:56 (#)
Also ich bin echt froh, dass ich bereits in der Schweiz ein bisschen(10 Wochen je 2 h pro Woche) privatunterricht genommen und ein paar hundert Zeichen gebüffelt habe. Konnte hier gleich ins zweite Semester einsteigen, das erste, sei im Grossen und ganzen Stinklangweilig, so der Tenor derer, die es erlebten. Auch kann ich dem Unterricht folgen, was ohne Chinesischkenntnisse einfach nicht möglich wäre…
Aber chinesisch find’ ich jetzt auch nicht so hammer schwer… passt irgendwie noch auf meinen Lerntyp. Französisch ist für mich wesentlich schwerer, doch das ist sehr individuell.
Vorallem die Zeichen lernt man viel schneller, wenn man hier im Land ist – in Europa vergess’ ich die immer wieder…
March 11th, 2009 at 14:08 (#)
Moin,
etwas Vorbereitung kann nie schaden. Auch hier Zustimmung. Du schreibst es ja selbst, die Jungs und Mädels hier an den Unis oder Sprachschulen geben Gas ;-)
Chinesisch hat ein paar Hammer Grammatikbrocken, obwohl die Chinesesischen Lehrer immer darauf bestehen das es ja soo einfach ist. Das Problem hierbei ist oft, dass man die im Alltagsleben so gut wie nie braucht.
Meine Schriftzeichen beschränken sich auf die, die ich am Computer tippere. Alles andere ist mir zu umständlich ;-) Von Hand schreibe ich mir nur persönliche Notizen (in Deutsch), da die sonst eh keiner lesen kann!
Beste Grüße,
Sven
March 11th, 2009 at 14:08 (#)
Moin,
etwas Vorbereitung kann nie schaden. Auch hier Zustimmung. Du schreibst es ja selbst, die Jungs und Mädels hier an den Unis oder Sprachschulen geben Gas ;-)
Chinesisch hat ein paar Hammer Grammatikbrocken, obwohl die Chinesischen Lehrer immer darauf bestehen das es ja soo einfach ist. Das Problem hierbei ist oft, dass man die im Alltagsleben so gut wie nie braucht.
Meine Schriftzeichen beschränken sich auf die, die ich am Computer tippere. Alles andere ist mir zu umständlich ;-) Von Hand schreibe ich mir nur persönliche Notizen (in Deutsch), da die sonst eh keiner lesen kann!
Beste Grüße,
Sven