Das Visums-Damoklesschwert, oder die Checkliste für´s China-Visum
November 11th, 2008 | Published in Visa China
Früher war alles besser. Das hört man nicht nur von der alten Nachbarin, sondern auch von vielen Leuten die ein chinesisches Visum beantragen möchten. Es war es, in Hinblick auf die Visums-Problematik, in der Tat.
Man holte sich beim Visumsdienst seiner Wahl ein Formular von der Website, druckte das aus und fügte noch ein Passbild hinzu. Das ganze eingetütet und per Einschreiben an den Visumsservice geschickt und ein paar Tage später war man ca. 50€ los und hatte das gewünschte Visum in seinem Pass kleben.
Dann kam die Kriese auf dem Hochplateau, die T-Freunde die alles noch viel schlimmer machten als es war und die Olympiade, die auch nochmal ihren Teil zur Verschlimmerung der Visumsvergabe beitrug.
In Deutschland bekommt man wohl wieder ohne Probleme ein Visum für 3 Monate, was mich daher stutzig macht das dies, Stand von vor ein paar Wochen, in Hong-Kong noch nicht ging. Das ganze bezieht sich natürlich auf das einfachste Visum, das Touristenvisum für China.
Für selbiges braucht man nur eine freie Seite im Reisepass, die besagten UNTERSCHRIEBENEN Visumsunterlagen und ein Passbild und natürlich etwas Geld. Ohne geht es auch nicht wenn man nach Deutschland will, von dem her wollen wir mal nicht meckern ;-)
Für Studenten stellt sich die Frage wie lange der Aufenthalt den sein soll. Kürzer als ein Jahr, z.B. zum chinesisch lernen, würde ich perönlich nicht empfehlen. Denn dann bist Du schneller wieder daheim als dir lieb ist. Studenten die nach China zum Auslandsstudium aufbrechen möchten, benötigen zuerst einmal eine Einladung ihrer Uni. Ohne die bekommst Du nämlich kein X-Visum, welches für Studienaufenthalte in der VR gedacht ist. Bleibst Du dann 2 Semester benötigst Du ein Gesundheitszeugnis. Das ist ein Thema für sich und bekommt daher bald einen extra Beitrag! Einfach die Suchfunktion benutzen oder ab und an mal vorbei schauen.
Da es den chinesischen Unis weniger um die Wissensvermittlung als ums Geld verdienen geht darfst Du natürlich erst mal löhnen (außer Du hast ein Stipendium für deinen Studienaufenthalt in China, was hier auch schon des öfteren besprochen wurde [Suchfunktion benutzen]). Du zahlst und bekommst ein Einladungsschreiben und einen Visumsantrag. Das ganze MUSS im Original vorliegen. Wenn Du ein Stipendium vom DAAD hast dann darfst Du drauf hoffen das die Unterlagen recht zügig eintreffen. Den ganzen Rotz schickst Du, natürlich mit Gesundheitszeugnis, Pass und Passbild, zum Visumsservice oder gehst selbst zur Chinesischen Botschaft in Berlin oder zu einem Chinesischen Konsulate. Ein paar Tage später hast Du dann deinen Pass und ein X-Visum zurück. Wenn Du länger als ein Semester bleibst bekommste übrigens ein Residence Permit. Das bedeutet dann das Du ein X-Visum bekommst, das innerhalb von 30 Tagen in eine permanente Aufenthaltserlaubnis für den Dauer deines Studienaufenthaltes umgewandelt wird. Das gute daran ist, dass Du beliebig ein und ausreisen kannst!
Wenn Du ein Praktikum in China anstreben solltest benötigst Du zuerst eine Einladung von deinem Arbeitgeber. Diese MUSS mit dem roten Stempel abgesegnet sein, sonst kannst Du dir den Wisch ins Klo hängen. Früher ging alles noch einfacher und es reichte aus wenn der Schrieb per Email kam. Ob es sich jetzt wieder dahingehend geändert hat sagt dir sicherlich die Botschaft oder der Visumsdienst.
Um ein Arbeitsvisum sollte sich dein Arbeitgeber bemühen. Da ich bislang nur ein Praktika in China absolvierte, habe ich nämlich davon keine Ahnung ;-)
Viel “Spaß” mit dem ganzen Mist und viel Erfolg in China!
Mei Ling und Sven