10 Punkte zur Vorbereitung eines (längeren) China-Aufenthaltes

August 26th, 2008  |  Published in Allgemein

Nehmen wir mal an Du möchtest in China studieren, z.B. zum chinesisch lernen oder deine Firma hat dich gefragt ob Du für längere Zeit in einer Niederlassung im Reich der Mitte arbeiten möchtest.

Dann stellst Du dir sicherlich die Frage was es, vorab, alles zu erledigen gibt. Einiges ;-)



Die 10-Punkte Checkliste für deinen China-Aufenthalt…

  1. prüfe deine Beziehung
  2. das China-Visum
  3. der Flug nach China
  4. Impfungen und Reisapotheke für China
  5. Richtig versichert (Versicherungen für deinen Aufenthalt)
    … der Rest kommt in Teil 2, der morgen erscheinen wird. Versprochen!

Step 1: Prüfe deine Beziehung…
Der wohl wichtigste aller Schritte, stecken wir doch alle in irgendwelchen Beziehungen. Du gibst dich der Vereinsmeierei hin, also prüfe ob Du deine Mitgliedschaft beim TSV Hintertupfingen immer noch benötigst. Dazu bist Du noch im Fitnessclub, man muss ja was für sich tun, also schau das Du aus dem Vertrag rauskommst. Aber das wichtigste von allem schaue nach deinem Privatleben!
Du spielst mit dem Gedanken nach China zu gehen oder dein Chef hat dich darauf angesprochen? Dann schiebe es nicht auf die lange Bank mit deinem Partner / deiner Partnerin zu sprechen. Klar ist das ziemlich unsexy, aber es ist einfach nur fair das ganze schnell zu machen. Warum? Weil er / sie auch einen Platz in deinem Leben hat.
Du bist verheiratet? Hast evt. schon Kinder? Dann bespreche mit deinem Lebenspartner deine Motivation nach China zu gehen und schaut zusammen ob Ihr beiden das a) wollt und wie es sich dann b) auch so gestalten lässt das keiner der Beteiligten darunter leidet.
Du bist nicht verheiratet? Noch besser! Du hast nun 3 Möglichkeiten (oder den Ausweg, der weiter unten beschrieben wird):

  • verloben: Ein Eheversprechen welches nicht eingelöst werden kann. Aber es sorgt wohl für Kit. Alle Pärchen die ich kannte bei denen einer für ein Jahr ins Ausland ging waren danach NICHT mehr zusammen. Nur die die sich vorher verlobten. Generation Vollkasko in Perfektion!
  • heiraten: Noch besser. Siehe oben. Das Galama fängt nun erst richtig an ;-)
  • trennen: Man möge mich ein emotionsloses Arschloch nennen, aber ich wage zu behaupten das keine Beziehung über einen längeren Zeitraum räumlicher Trennung bestehen kann. Mei Ling und ich sind nur temporär getrennt, aber es bauen sich da schon Spannungen auf. Da wir aber beide wissen wie der jeweils anderer tickt, darüber quatschen können und, ganz wichtig, in 1-2 Wochen wieder zusammen sind kann man das noch vernachlässigen. Länger als 3,4 Monate? Hölle! 1 Jahr? Unmöglich. Alternativen sind die beiden oben genannten Punkte.

Der Ausweg: Nimm deinen Partner mit. Hört sich sehr einfach an, oder? Vor allem für dich der ins Ausland will. Mach es dir nicht so einfach. Auch dein Partner hat Verpflichtungen. Er geht evt. noch zur Schule, befindet sich gerade im Studium oder arbeitet. Evt. teilt er auch dein Interesse für das Zielland nicht und wird sich dort nur eines, zu tode langeweilen. Außerdem gilt es zu bedenken, dass Du auf jeden Fall was zu tun hast. Du arbeitest oder Du studierst. Dadurch hast Du gleichzeitig Sozialkontakte, die deinem Partner fehlen…

Step 2: Das China Visum…
Zuerst einmal brauchst Du natürlich ein China-Visum. Ich für meinen Teil warte immer noch auf meine Einladung und sitze langsam auf glühenden Kohlen. Mein Flieger geht nämlich am Donnerstag und ich habe keine Lust mein Ticket umzubuchen (und noch weniger Lust noch länger in Deutschland zu bleiben) [für Studis gibt es wohl keine Möglichkeit vor dem ersten September nach China einzureisen]! Wenn Du an einer Universität in China studieren wirst, erhälst Du eine dementsprechende Einladung, mit der Du dich für dein chinesisches Visum bewerben kannst. Dabei schickt deine Uni erst mal die Visumsformulare an die Regierung, die diese dann bearbeitet und an die Uni zurückschickt. Anschließend wird von dieser noch eine Einladung erstellt und Du bekommst das ganze per Post geschickt. Diese Unterlagen schickst Du dann, mit deinem Reisepass, an einen Visumsservice oder Du gehst damit direkt zum jeweils zuständigen Konsulat oder zur chinesischen Botschaft in Berlin.

Wenn Du an einer Sprachschule chinesisch lernen möchtest empfiehlt sich, je nach Dauer, ein normales Touristenvisum. Mit diesem kannst Du ganz normal einreisen und dann an der Sprachschule dein Sprachstudium aufnehmen.

Solltest Du der Gruppe der Arbeitsmigranten angehören, wird sich hoffentlich dein Arbeitgeber um die notwendigen Formalitäten kümmern! Ansonsten, z.B. für ein Praktikum in China, erhälst Du eine Einladung vom Arbeitgeber, mit der Du dich um ein Arbeitsvisum bewerben kannst.

Step 3: Der Flug nach China…
Je nach Gusto kannst Du dir ein normales Flugticket nach China, soll heißen eines mit Rückflug, ein Open-Return Ticket oder ein One-Way Ticket holen. Hierbei solltest Du dir vorab im klaren sein für welchen Zeitraum Du nach China gehen möchtest. Das flexibelste ist das Open-Return Ticket, welches es dir ermöglicht den Rückflug innerhalb eines definierten Zeitraums kurzfristig zu reservieren. Meistens ist dieser ca. 1 Jahr.

Step 4: Impfungen und Reiseapotheke…
Wir hatten mal einen langen Post zum Thema Impfungen für China getippert und verweisen ganz frech auf diesen ;-)


Step 5:Versicherungen prüfen und gegebenenfalls kündigen…”
Auch in China kann es dir passieren das Du einen Haftpflichtschaden hast und da wäre es genehm wenn deine Police auch eine Auslandsdeckung hat. Manche günstigen Anbieter haben nämlich in ihrer Versicherungspolice Auschlussklauseln, die besagen das Du, solltest Du länger als 1 Jahr im Ausland verweilen, rückwirkend zur Abreise keinen Versicherungsschutz mehr hast. Ätzend, oder? Du bezahlst und zahlst, im Fall der Fälle, selbst! Also eine kurze Mail an den Versicherungsmakler oder das Unternehmen um eine Rückbestätigung einzuholen. Sollte es der Fall sein das deine Police keine Deckung mehr hat gilt es den Anbieter zu wechseln. Ich kündige meistens aus wichtigem Grund, kann ich die Leistungen doch nicht mehr in Anspruch nehmen. Das funktioniert in der Regel sehr gut. Auch hier gilt das es sich niemand leisten kann etwas billiges zu kaufen.

Wie gesagt kommt morgen Teil 2 der Checkliste. Ein Vorgeschmack auf die Themen? Gerne:

  • Abonnements, oder nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern und nichts so unnötig wie eine deutsche Handykarte in China…
  • die Auslandskrankenversicherung und die Notwendigkeit einer dt. Krankenversicherung
  • von Bankvollmachten und Bankkarten…
  • ab die Post! Ein Nachsendeauftrag? Was war das nochmal?
  • Adios – oder “Time to say Good Bye”!

Fragen, Wünsche, Anregungen? Hinterlasse ´nen Kommentar! Wir antworten auch, versprochen ;-)


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