Ein Gruß von den Philippinen ;-)=
March 17th, 2010 | Published in Allgemein | 7 Comments

So, da das Internet mal wieder abgekackt ist und man meine rotzige Schreibe ja scheinbar vermisst, mal ein kurzes Update von den Philippinen!
Wir sind seit Freitag ja auf Boracay, wo ich übermorgen einen Workshop zum Thema Outsourcing besuche, der, neben meinem 14ten Chinesischen Visum, der Grund für unseren „Urlaub“ ist.
Die Reise ging am 7ten los und natürlich ging, wie immer wenn Meiling und ich uns auf Tour begeben, so ziemlich alles schief ;-) Langweilig wird es uns nie!
Da Meiling auch für einen Vasalenstaat wie die Philippinen ein Visum braucht, hatte Sie nämlich ihren Reisepass an eine unserer Visumsagenturen (wir haben für jeden Mist eine Liste von Dienstleistern die uns das Leben einfacher machen), geschickt. Nur hatte ich Idiot natürlich, bei eLong.net, wo wir für gewöhnlich Inlandsflüge buchen, die Nummer ihres Reisepasses angegeben, was um 6.00Uhr morgens für den ersten Stress sorgte ;-) Glücklicherweise flogen wir von Hong Kong nach Manila, weshalb sie ihren grünen HK Pass dabei hatte… Der zählte dann auch. Der erste Teil unserer Reise führte nach Shenzhen, direkt neben Hong Kong, wo wir auf ihren Pass mit dem neuen Visum warteten. Da ich keinen großen Bock hatte 4 Tage in HK auf sie zu warten und unser neuer Dienstleister für Chinesische Visa den guten Tipp hatte, dass es für Shenzhen ein Spezialvisum mit 5 Tagen Aufenthalt gibt, latschte ich also Mittags die 500m von unserem Hotel über die Grenze. Als ich drüben war, stellte ich leider fest, dass meine ganzen Kohlen weg waren. Ich hatte nämlich, in alter Gewohnheit, keinen Geldbeutel dabei und meine beiden Reisepässe in der Hosentasche. Da ich vom Guten im Menschen ausgehe und niemanden für so wahnsinnig halte mir Geld aus meinem Schritt zu klauen, gehe ich doch mal davon aus, dass ich es einfach verloren habe, als ich den Pass, den ich für gewöhnlich verwende, aus der Tasche zauberte. Zum Glück hatte ich meine Kreditkarte auch dabei und konnte mir so ein paar Hong Kong Dollar ziehen. Die brauchte ich dann auch gleich, weil man in Long Hu, dem Grenzübergang den ich für gewöhnlich nutze, nicht vom Einreise in den Ausreisebereich kommt. Das habe ich bislang nur 1x geschafft und dieses mal wurde es mir verwehrt, weshalb ich mit dem Zug zur nächsten Station fahren durfte. Wucherpreis. 2€ für ca. 8 Minuten Zugfahrt. Dort angekommen kaufte ich mir dann ein Rückfahrticket nach Long Hu, reiste nach 30 Minuten Aufenthalt wieder aus HK aus und beantragte mein Shenzhen Special Economic Zone Visum (es war Sonntags, nur wenn das mal irgend jemanden interessieren sollte). Kostet 160RMB und man kann dort, an der Zahlstelle, auch mit HK Dollar bezahlen (meine RMB waren ja weg ;-)). Danach ging es wieder über die Grenze, zurück ins Hotel und dann die nächsten Tage mit Meiling auf Shoppingtour. Nicht das wir für Sie eingekauft hätten (hat nur ne Lederjacke bekommen, da die Jacke die sie bei unserem letzten HK Aufenthalt kaufen wollten absolut nicht gepasst hat und sich ne Hose gekauft, da es schweinekalt war). Da unser Kontaktmann in Hong Kong, also Lukas, mein ehemaliger Mitbewohner, meinte das es sauwarm wäre, waren wir nämlich nur spärlichst bekleidet und haben uns a) saudumme Blicke eingefangen und b) den A… abgefroren. Shit happens. Die Temperaturen stürtzten nämlich genau an dem Tag an dem wir ankamen in den Keller. Zwischendurch trafen wir uns noch mit ner Freundin von Meiling, die bei Oracle in Shenzhen arbeitet und gingen was futtern. Da die beiden aus Chongqing kommen, gab es natürlich Chongqing Gerichte. Nur in einem Hakka-Restaurant, also einem was von einer Minderheit betrieben wurde. Pfui Deufel.
Mittwoch war dann ihr Pass fertig, wir fuhren nach Hong Kong und quartierten uns in der Absteige ein in der wir dort für gewöhnlich wohnen. Abends trafen wir uns dann noch mit Lukas auf ein paar Bierchen und morgens ging dann der Flieger weiter nach Manila. Dort wollten wir eigentlich in einem Hostel absteigen, dessen Adresse wir aus dem Internet gefischt hatten, was wir aber dann nicht fanden. So fuhren wir, total gefrustet, zurück an den Flughafen und buchten uns Tickets nach Boracay. Wer hätte es gedacht, hatte die Airline ein paar Tage vorher eine neue Website ins Leben gerufen, die aber so beschissen gemacht war, dass es die Buchung versemmelte und wir für nen Tag später gebucht hatten, was natürlich erst auffiel als wir einchecken wollten. Der arme Kollege vom Service durfte sich in meinem besten Englisch ne Standpauke anhören und meinte erst mal ich möge doch meinen Ton etwas mässigen ;-) Der meinte nämlich ich möge eine Nummer ziehen, was ich natürlich schon gemacht hatte und mich hinten anstellen. Da aber 30ig Leute vor mir dran waren und unser Flieger ne Stunde später gehen sollte, sah ich das aber nicht ein. Bis wir das ganze dann geregelt hatten konnte er die Buchung nicht mehr ändern, weshalb wir in Manila in nem Stundenhotel abstiegen. Ich war ja schon in vielen Städten, aber hatte noch in keiner so ein ungutes Gefühl wie dort. Meiling blieb gleich im Hotel und beauftragte mich armen Tropf mit der Essenbeschaffung… Auf dem Weg wurden mir, wie schon in Shenzhen, natürlich diverse horizontale Dienstleistungen angeboten, was die Situation wieder etwas entspannte. Am nächsten Tag nahmen wir den Bus zurück zum Flughafen, gammelten da etwas rum und flugen dann mit einer Propellermaschine nach Kalibo, was 2h von unserem Ziel weg war. Danach ging es mit nem Schwarzbus, bei dem man uns die Überfahrt zu Insel mit versprach, nach Boracay und der Rest ist Geschichte.
Ach ja, in Hong Kong stellten wir, beim Check-In, noch fest, dass man Rückflugtickets vorweisen muss, weshalb wir uns selbige noch auf dem Flughafen kaufen durften ;-) Wer lesen kann ist auch hier klar im Vorteil, aber da ich die Flüge morgens um 2Uhr buchte, war ich nicht in der Laune auch noch den üblichen Mist zu lesen.
Auf dem Schiff wurden wir dann auch von ner „netten“ Dame angesprochen, die so nett war uns die Vermittlung eines Hotels anzubieten. Arschlecken. Verarschen kann ich mich noch selbst und bei 10 Tagen Aufenthalt macht sich deren Provision doch ganz schön bemerkbar. Die Tuck-Tuck Fahrer (man hat hier so komische Motorräder mit Beiwagen) wollten dann auch noch 1,5€ um uns ins Zentrum zu bringen, was wir natürlich auch ablehnten. So warteten wir ca. 30 Minuten, bis sich noch ein Pärchen Philppinos zu uns gesellte und die Reise endlich los ging. Wir wurden natürlich nicht zu dem Hostel zu dem wir eigentlich wollten gefahren sondern irgendwo im Stadtzentrum ausgesetzt. Der erste Weg ging also zum Strand, von wo aus wir uns dann ne Bleibe suchten. Der erste Preis der ausgelobt wurde war dann auch gleich mal 2.500PHP, also Philippinische Pesos, was ca. 40€ entsprochen hätte. Pro Nacht. Das wäre zwar kein soo schlechter Preis, aber wir hatten mit weniger gerechnet. Irgendwann waren wir dann bei 1.600 und haben gebucht. So leben wir ca. 2 Minuten vom Strand und 3 Minuten von der Fressmeile weg. Am ersten Abend haben wir uns dann erst mal beim All you can Eat den Magen vollgeschlagen (4€ pro Nase) und ich mir ein Bier in die trockene Kehle gestürtzt. Der nächste Tag begann erst mal mit der Beschaffung von Badeklamotten, da ich keine Lust auf meine alte Badehose hatte und Meiling schon von vorne herein sagte, dass sie ihren kommunistischen Badeanzug zu Hause lassen darf ;-) Ich kaufte mir ne schicke Short in Orange und Meiling nen anständigen Bikini. Der hielt aber natürlich nur nen Tag, weshalb wir ihr gleich noch einen kaufen durften. Hat auch gehandelt wie ein Weltmeister, aber stiess eher auf Granit. Ein gutes Zeichen das der Preis stimmte, haha.
Ansonsten übt sie fleißig schwimmen und ich gehe, nebenbei, meiner Arbeit nach. Der Urlaub will ja auch bezahlt sein ;-)
So, dass soll es schon gewesen sein, wenn ich mal mehr Lust habe stelle ich auch noch ein paar Bilder ins Netz,
cheers,
Meiling und Sven
Ps: Danke für die vielen Kommentare, nur habe ich gerade weder Zeit noch Lust zu antworten ;-)
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March 18th, 2010 at 10:01 (#)
haha, shit happens^^
Trotzdem schöne Ferien und grüss’ die Sonne von mir, die hab’ ich hier am Bodensee schon lange nicht mehr gesehn…
March 19th, 2010 at 12:32 (#)
Moinsen,
das kenn ich aus eigener Erfahrung! Habe ja 2 Jahre in Konstanz gelebt. Drecks- und Nebelloch!
Beste Grüße,
Sven
March 21st, 2010 at 23:17 (#)
Hi ihr Beiden,
viele Grüße von Lini an Euch….
Wünscht schöne Erholung…
In diesem Sinne
Lini & Oli
March 26th, 2010 at 11:57 (#)
Moin Oliver,
sind schon wieder zurück. Erholung schaut glaube ich anders aus, aber daran wird noch gearbeitet! Die einzigen entspannten Momente hatten wir bei unserem Tauchausflug ;-)
LG
Meiling und Sven
March 28th, 2010 at 07:27 (#)
Moin Meiling + Sven!
Hoffe der Urlaub war zumindes angenehm und nicht zu stressig.
Jetzt werden wir ja wieder etwas von Dir hören aber erholt Euch erstmal vom Urlaub :D
Wir haben die Uhr heute ja wieder eine Stunde vorgestellt und das nächste Wochenende besteht aus 4 Tagen.
Ich warte darauf das meine Frau online kommt und wir etwas Deutsch lernen können.
Ich wünsche Euch Beiden noch einen restlichen schönen Sonntag.
Gruß Renkens
March 28th, 2010 at 10:24 (#)
wow, ihr seid ja lihai – seit ich nicht mehr in China wohne, hat meine Freundin genau soviel deutsch gelernt wie ich chinesisch: rein garkeins :(
Naja, sie kommt zumindest im Sommer hierher und bleibt ein Jahr, um eine Sprachschule zu absolvieren (und studiert danach hier). Aber mein chinesisch stagniert weiter. Wie machst du das mit der Selbstdisziplin? :D
April 1st, 2010 at 21:26 (#)
Moin Renkens,
ganz ehrlich? Gestresst wie immer. Das Wetter ist zum k… und wir schon wieder Reif für die Insel! Sind aber am überlegen den Winter, nach Weihnachten, im warmen zu verbringen. Das bring ich nämlich auf Dauer nicht nochmal für ein Jahr. Chongqing ist schon seit mehr als 5 Monaten kalt. Habe heute sogar mal wieder meinen Heizstrahler aktiviert. Kann mich erinnern im letzten Jahr Anfang April schon lange kurze Hosen getragen zu haben!
Ja, so ein langes Wochenende hat was. Wenn man nicht so doof ist sein Geld selbständig zu verdienen wie wir es tun ;-) Freie Tage sind da eher Fehlanzeige!
Viele Grüße,
Meiling und Sven