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Adios Boracay – mal wieder ein Bericht aus Beibei ,-)

Gepostet am 12. 04. 2010  |  Veröffentlicht in Allgemein  |  10 Kommentare

So, wie versprochen hier noch der neue Bericht…
Ich habe es ja schon angekündigt, dass mich Meiling nach 2,5 Jahren verlassen hat, aber dazu später mehr!

Da mein Workshop nicht der Knaller war und das Wetter auch zu gut war und ich zudem die Hälfte des “Urlaubs” mit Arbeiten verbracht hatte, hab ich den letzten Tag einfach saussen lassen. Ich bekomm nämlich, irgendwann, ne Videoaufnahme davon, die mir reicht. Am vorletzten Tag sass ich nämlich neben so ner Schabe, die mir gleich irgendwelchen Mist verkaufen wollte. Nein Danke!

Wie wir den letzten Tag verbracht haben, weiss ich gar nicht mehr, aber ich glaube wir waren nochmal im strahlend blauen Meer schwimmen ;-) Bei 35°C ganz angenehm etwas Abkühlung zu erhalten. Abends gingen wir dann noch, für unsere Freunde hier in Chongqing, etwas shoppen, sprich irgend welchen Mist kaufen den keiner braucht…

Ich war eigentlich in der Laune, noch ein letztes mal für 4€ All you can Eat vom Grill zu speisen, aber Meiling hatte nicht den großen Hunger, weshalb sie das für zu teuer erachtete. Alleine hatte ich natürlich auch keinen Bock.

So gingen wir in eine Seitengasse, also vom Strand weg, wo noch mehr Rotz verkauft wurde. Irgendwann, nach 500 Metern, standen wir dann plötzlich im Paradies. Einer kleinen Markthalle, in der Meeresfrüchte vertickert wurden. Direkt gegenüber gab es ein paar Restaurants, die sehr groß ihren “Cooking Service” anboten, sprich für 2-3€ die Schalentiere zubereiteten. Gesagt, getan, rein in die Halle und eingekauft wie die Weltmeister. Das nette Örtchen hätten wir auch an unserem ersten Urlaubstag finden können ;-)

Danach flanierten wir noch etwas am Strand entlang. Schöne warme Briese, sternenklarer Himmel, Musik von den Strandbars. Wie das sein muss für einen Heiratsantrag… Ich hab es ja schon in einem Kommentar raus gelassen, dass wir uns verlobt haben. An unsere weiblichen Leser, keine Angst, dass ist nur ein Eheversprechen, welches nicht eingeklagt werden kann ;-) Rein rechtlich bin ich also noch zu haben…

Danach ging es auch schon wieder zurück, wobei ich bei der Landung in Manila, wieder in so ner Propellermaschine, dachte wir überleben die nicht (nein, das spielt nicht auf das an was letzte Woche in Russland passiert ist). Die Maschine hat nämlich ca. 20 Minuten so gewackelt, dass ich dachte ihr fallen bald die Flügel ab. In Manila nahmen wir dann ein Taxi zum nächsten Terminal (es gibt Flughäfen auf diesem Planeten die sollte es nicht geben) und stellten, dort angekommen, erst mal fest, dass die dumme Sau nette Dame von Cebu Pacific Airs in Hong Kong uns den Flug falsch gebucht hatte, nämlich um genau 4 Tage zu spät! Alles klar, nochmal ne Stange Geld für Umbuchungsgebühren bezahlt und zurück nach Hong Kong. Von dort aus dann nach Shenzhen und nach Guangzhou, wo wir uns mit Meilings Schwager trafen, um die Familie besuchen zu gehen. Ihr Vater arbeitet nämlich, irgendwo zwischen Guangzhou und Hong Kong, bei Straßenbau. Abend Essen mit den Eltern, zurück nach Guangzhou (bzw. nen Vorort, der ca. 2h von Guangzhou weg ist) und am nächsten Tag mit ihrem Cousin shoppen gegangen.

Meiling hat nämlich, kurz vor Weihnachten, ihren ersten Klamottenladen aufgemacht. Etwas, was ich mir erst mal, für den Fall das sich die Geschäfte nicht positiv entwickelt hätten, für mich behalten habe. Die Reaktionen waren bislang auch in der vollen Bandbreite, was mich aber nicht besonders interssiert. Es ist unser Leben. Demnächst macht sie noch ihren zweiten, wesentlich größeren auf, da der erste wie gesagt recht gut läuft und die Arbeit die Gleiche ist. Im Gegensatz zu mir, der sich ab und an mit Beuteengländern rumschlägt, hat sie nämlich Personal… Deswegen ist sie auch schon seit ner Woche in Südchina unterwegs, um, für ihren neuen Laden, ca. 1.500 – 2.000 Kleidungsstücke zu kaufen. Da sie sich aber in den kleinen Kopf gesetzt hat “nicht von der Stange” zu verkaufen, sprich es jedes Kleidungsstück nur genau 1x gibt, ist das natürlich ein Akt der seines Gleichen sucht… Ich wäre ja mit, aber ich habe hier noch genug andere Sachen zu tun. Außerdem hat es in Guangzhou auch fast die ganze Zeit gepisst, weshalb ich wohl nicht viel verpasst habe ;-)

Genug der Worte, eine schöne Restwoche,
Sven

Ps: Bilder lade ich die Tage hoch oder mach nen neuen Post! Bin nur derzeit Land unter, weshalb mir die Zeit und Motivation fehlt das jetzt zu machen ;-)

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Kommentare

  • Aremonus
    12. April 2010 um 23:25

    Wow, eure Produktivität möchte ich habe. Ich hock’ seit Tagen an einem Paper, welches ich mit der atemberaubenden Geschwindigkeit von 1000 Zeichen pro Stunde durchquäle. Aber 40 Bücher verlinken sich nicht von selbst und ich darf nichts selbst herleiten…

    Eines ist sicher: du hast in deinem Leben eine gute Entscheidung getroffen, nach China zu gehen und nicht etwa auf die Südseite des Bodensees, um zu studieren. Das erste Jahr hier geht mir echt langsam auf den S…

    Verkauft Meilin dann auch online? Eine gute Website wäre ihr ja sicher ;)

    lg

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    • Sven + Meiling (die Blogger hinter korn.cn)
      14. April 2010 um 10:21

      Moin Aremonus,

      nenne es Risikobereitschaft und einen gewissen Hang zu Bauchentscheidungen ;-)
      Mein Beileid. Wurde mal Zeuge der Aussage eines Profs von uns, der zu nem Mitstudi meinte “ihre eigenen Schlüsse dürfen Sie dann ziehen wenn Sie mit dem Studium fertig sind”. Ätzend, oder? Keine Ahnung warum man dann studieren sollte. Wenn ich die ganze Zeit Meinungen und Äußerungen anderer zitieren soll, brauch ich das doch nicht, oder?

      Ne Bekannte von mir ist übrigens von St. Gallen nach Konstanz gewechselt und hat dort ihr BWL Studium fertig gemacht… Ist aber auch nicht besser. Die haben dort ein AC, bei dem ich nur die Anmerkung machte, dass man eine Schablone nimmt und danach eine homogene Masse bekommt. Die waren alle gleich. Da halte ich es lieber mit der Gausschen Normalverteilung und bin mir bewusst das Heterogenität zwar Risiken bringt, aber durchaus auch Chancen bietet. Denk drüber nach. Du hast sicherlich noch 2 Jahre Plus dort…

      Meiling ist der Meinung, dass online nichts gekauft wird, da sich dort natürlich auch jede Menge halbseidene Gestalten rum treiben. Wird demnächst ne eigene Website bekommen. Die Domain bekommt sie von mir, da sie keine Kreditkarte hat und ich sowas in 2 Minuten bestellt habe, dazu ein WordPress Blog mit ner Vorlage, die ich nach ihren CD/CI Richtlininen aussuche und angepasste Grafiker, von der kleinen Werbeagentur um die Ecke, die mich 2€ kosten. Inhalte darf sie selbst rein machen. Habe einen Kunden, der ne chinesiche Version seiner Website hat und bekomme jetzt schon nen Vogel wenn ich dran denke das ich da noch Texte einbauen muss ;-)

      LG zurück,
      Sven, der gleich von seinem Taxi abgeholt wird und deshalb nichts neues mehr anfängt…

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  • Thomas
    13. April 2010 um 13:31

    Moin,

    war da nicht irgendwo mal die Rede davon, dass ihr China in absehbarer Zeit verlassen wollt? Und dann macht sie jetzt noch einen 2. Laden auf? Das waere eigentlich auch eine gute Sache hier in Shenzhen. Fuer 10 RMB in Dongmen einkaufen und fuer 200+ RMB im Laden weiter verkaufen. Soll ja hier in einigen grossen Kaufhaeusern so vorkommen ;-)

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    • Sven + Meiling (die Blogger hinter korn.cn)
      14. April 2010 um 10:26

      Moin Thomas,

      ja, wir haben in der Tat vor zu gehen. Ich zumindest ;-) Mir geht das Internet hier zu sehr auf den Sack und es blockiert die Entwicklung meiner Geschäfte. Vielleicht trennen wir uns temporär, ich suche mir einen neuen Standort, an dem ich meine Computer mit anständigem Internet versorgen kann, schließe ab und komme wieder. Wait – see. Unsere Geschäfte sind allerdings so ausgelegt, dass wir nicht immer da sein müssen, aber dazu mehr im nächsten Post…
      Wenn es nach Meiling ginge, wäre bald ganz China mit ihren Läden überschwemmt. Auch hier gilt es abwarten. Wenn sie die beiden hier etablieren kann, bekommt sie meinen Segen für weitere. Ansonsten werden die wieder verkauft. Ich war bereits in Dongguan, also auch bei dir in der Nähe, shoppen. Das was Du meinst, die 10Kuai Kleidungsstücke, sind meistens welche die Du im Sack kaufst. Da musste aber alles abnehmen. Danach wird sortiert und das gute Material in der Tat teurer vertickert… Ich hätte da nichts gegen, aber Meiling hat eine Abneigung gegen zu billige Sachen. Wahrscheinlich deshalb, weil sie sich früher (bis sie arbeiten ging [von mir bekommt sie keine Klamotten bezahlt ;-)]) auch nur günstige Sachen leisten konnte… Sie willl nicht die Masse, sondern die Klasse verkaufen, was auch recht gut läuft…

      Cheers,
      Sven

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  • Aremonus
    15. April 2010 um 11:11

    Hehe, falsch, ich hab’ nur noch 2 Monate mit den BWLern – danach mach’ ich in SG mit Major VWL weiter, was für mich als Matheliebhaber natürlich viel angenehmer ist :P Ich kann schon verstehen, dass man seine Quellen zitieren muss, aber ich würde gerne auch eigene Schlüsse ziehen dürfen, das stimmt. Aber das darf ich auch erst ab der Bachelorarbeit -.-
    Hoffe aber, den Bachelor mit einem Semester weniger beenden zu können – je länger ich studiere, desto länger bin ich gebunden.

    ihr beiden solltet, wenn das Kleidergeschäft gut läuft, zuschauen, dass ihr auch ein bisschen was erspartes in Euro oder einer andern ausländischen Währung habt – ich habe das dumpfe Gefühl, dass der Yuan fast wertlos wird, wenn die Immobilienblase platzt. Oder er fast wertlos wird, wenn die Regierung verhindert, dass sie platzt (inflation) :D

    Kannst du in China nicht irgendwie an eine schnellere Internetverbindung kommen? Was wäre, wenn du einen virtuellen Server in Europa betreiben würdest (und per Remote desktop darauf zugreifst)?
    In China gibt es ja auch Internetfirmen, also bekommst du sicher irgendwo für ein paar hundert Kuai im Monat ‘ne 100Mbit anbindung.

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    • Sven + Meiling (die Blogger hinter korn.cn)
      16. April 2010 um 10:31

      Moinsen,

      ja, VWL ist mathelastig… Wäre nichts für mich. Hatte bislang nur Mathelehrer die mir den Sinn nicht erklären wollten, weshalb ich es ablehnte mich damit näher zu beschäftigen. Mittlerweile finde ich es aber ein interessantes Thema…
      Sehe ich genauso. Schlüsse ja, eigene Behauptungen nein. Ist in der Tat so, dass man zu wenig Freiräume bekommt…

      Derzeit ist unser ganzes Geld in Klamotten angelegt ;-) Gut, haben auch noch ein paar K Yuan in Kautionen hinterlegt, aber auf die kann ich auch verzichten. Ist ganz gut das wir unser jeweiliges Einkommen in verschiedenen Währungen verdienen. So können wir Währungschocks in beiden Ländern überstehen, haha.

      Ich könnte, wenn ich Idiot nicht in eine Uniwohnung eingezogen wäre. Letztes Jahr waren absolut keine Wohnungen zu bekommen, da das neue Semester gerade anfing. Deshalb haben wir die Erstbeste (das Erst könnte ich weglassen, es war nämlich die auf die ich schon lange ein Auge warf ;-)) genommen und später festgestellt, dass diese mit Uni-Lan verkabelt ist. Hier bekommste nämlich nur den Internetanschluss von dem Anbieter der in deinem Gebäude die Leitung verlegt hat. Für schnelleres Internet müsste ich mir in Downtown ein Büro mieten, was mir aber zu teuer und viel zu stressig ist! Benutze Witopia, was über VPN auf deren Server zugreift und mich von dort aus surfen lässt. Das macht das Internet aber nochmals langsamer ;-)

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  • Aremonus
    16. April 2010 um 17:27

    Wieviel kostet dann so ein Büro mit 100 MBit internetanbindung? Wie machen es die Internetcaffees, die kriegen ja eine solche Anbindung in jeder Vorstadt?

    Also ich weiss ja nicht, wo es dich hinzieht, aber viel günstiger als in China wirst du wohl nicht davon kommen. Und die Opportunitätskosten, von der Freundin getrennt zu sein, sind ja auch nicht zu vernachlässigen…

    Geld ist in Kleider ja zumindest einigermassen sicher, wenn ihr Keine Motten habt :D Dann viel Glück beim Verkauf!

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    • Sven + Meiling (die Blogger hinter korn.cn)
      16. April 2010 um 18:29

      Moinsen,

      Internetcafés haben in der Tat eine dickere Leitung. Das Problem ist aber, dass die meistens Chinesische Websites auf ihren Computern haben. Meilings Filme, streamed in China, laufen ja auch ohne Probleme. Außerdem denke ich mal, dass es mich ein Vermögen kosten würde, eine fette Leitung inden 9ten Stock legen zu lassen. Die Internetbars sind wohl nicht ohne Grund alle auf dem gleichen Flecken Erde ;-) Kosten hab ich keine Ahnung. Büromiete ist aber nicht zu teuer.

      Mich zieht es irgendwohin wo es a) warm ist und ich b) vernünftiges und ungefiltertes Internet haben kann. Ob wir uns dafür Trennen müssen wird sich zeigen!

      So isses. Zur Not wird alles in nen Container gepackt und nach Afrika oder Europa verschickt ;-)

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  • Aremonus
    16. April 2010 um 20:30

    Naja, Afrika gibt andere Arten Stress (Malaria u.ä.) und Europa ist kalt. Wie wäre Singapur oder Thailand oder Vietnam?

    Und sonst… die USA sind inzwischen auch wirklich billig geworden und Mexiko bietet auch praktisch alles, das es in China auch gibt.

    lg

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    • Sven + Meiling (die Blogger hinter korn.cn)
      19. April 2010 um 03:33

      Moinsen,

      in Afrika geht halt noch was ;-) Vietnam wäre, auf deiner Liste, das einzige Land was mich ebenfalls reizen würde. Aber ich würde wiede vom Regen in die Traufe kommen! Die haben auch eine KP, haha. Vielleicht schauen wir uns das mal im kommenden Winter genauer an. Singapur ist mir übrigens zu reguliert, Thailand hat Meiling keinen Bock drauf, weil das chinesische Fernsehen dauend berichtet wie schlimm es dort ist, bevor ich nach Mexiko gehen würde, würde ich lieber nach Argentinien und die USA schau ich mir an, wenn ich in Rente bin oder irgendwann mal geschäftlich dort zu tun habe.

      LG zurück,
      Sven (bin übrigens außerplanmäßig hier ;-))

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