Der Mensch lebt nicht vom Brot allein...

Where the hell is Sven?!

Gepostet am 10. 02. 2014  |  Veröffentlicht in Allgemein  |  22 Kommentare

Die meisten unserer Leser interessiert es, passend zur aktuellen Witterung, einen Feuchten wo ich mich rum treibe. Für den kleinen Rest hier mal ein Update, bevor ich den Post veröffentliche der eigentlich im September letzten Jahres online gehen sollte, haha.
Danach hat es mir noch das Blog zerlegt und mein lieber Provider mir 2x den Stecker gezogen weil ich Beträge im 1-stelligen Eurobetrag nicht bezahlte. Kein Mist. Das Problem war, dass bei denen noch eine uralte E-Mail Adresse hinterlegt ist auf die die Rechnungen gehen ;-) Shit happens.
Where the hell is Sven?!!” – jetzt lesen!

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Wanderarbeiter in China…

Gepostet am 18. 09. 2013  |  Veröffentlicht in Allgemein  |  10 Kommentare

Ganz kurz, mein Wochensenf ist noch in Arbeit ;-), aber ich las gerade mal wieder einen SPIEGEL Artikel der mir das Blut schon um 8.00Uhr Morgens in Wallung brachte, haha. Keine Ahnung warum man mein Gastland immer so runter buttern muss.

Der Beitrag ging um Wanderarbeiter und hier im speziellen Frauen. Inhaltlich ist er nicht soo falsch, aber mich stört wie gesagt die Einseitigkeit der Berichterstattung. Und der Fakt das die Jungs und Mädels nicht nur China aufbauen, sondern auch unseren Wohlstand mittragen. Meine Klamotten sind nämlich alle Made in China.
Wanderarbeiter in China…!” – jetzt lesen!

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Neulich beim Chinesen – zurück und schon wieder weg..

Gepostet am 01. 09. 2013  |  Veröffentlicht in Allgemein  |  2 Kommentare

So, mal wieder ein Post! Ich bin nämlich wieder in China. Und fertig wie ein Friteusenschnitzel… Morgen geht es schon wieder weiter und dementsprechend sollte ich heute Mal was posten ;-)
Der Post schlummerte natürlich wieder mal etwas und ich bin mittlerweile am Arsch von China. Das aber nächste Woche…

Aber alles mal von Anfang. Ich flog ja etwas früher, da ich noch private Dinge in Deutschland zu erledigen hatte. Angekommen gab es gleich mal ein kleines Grillfest, da Besuch aus England kurz nach mir eintrudelte. Witzige Gesellen. Auch oder wohl weil jedes zweite Wort mit “F” anfaengt… So muss das sein. Freitags war dann der 5te Todestag unseres Kumpels und der wurde natürlich, wie jedes Jahr, begossen. Ehre wem Ehre gebuehrt. Danke nochmal an meine Mutter, die uns netterweise um 7.30Uhr abholte. Morgens. Danach waren noch ein paar Freunde zu Besuch bzw. ich besuchte sie als ich geschaeftlich unterwegs war, es ging mit meiner Schwester und ihrer Familie in den Schwabenpark und dann war auch schon der nächste Samstag, an dem ich meinen Boss in Frankfurt am Flughafen abholte.
Der kam mit der gleichen Maschine wie ich, hörte aber nicht auf meinen Ratschlag doch bitte durch die Gepäckausgabe den Flughafen zu verlassen, da ich ihn sonst nicht finden würde. So dauerte das insgesamt mehr als eine halbe Stunde. Zum Glueck geht sein Handy in Deutschland. Anschliessend ging es nach Lohr am Main, wo ein Kumpel von mir aus Hong Kong geschäftlich war. Mit dem und seinem deutschen Geschäftspartner ging es dann zum Griechen. Witziger aber kurzer Abend, da es in China mittlerweile 4Uhr Morgens und mein Chef dementsprechend am Ende war, haha. Morgens ging es dann recht frueh los, da wir erst nach München und dann nach Tschechien mussten. 1.200km insgesamt. Einfach. Insgesamt spulten wir wohl 2.400km auf unseren Mietwagen und nochmals 1.800km auf den von unserem Lieferanten. Ein guter Schnitt für noch nicht mal 8 Tage…

Auf dem Weg nach Tschechien stoppten wir erst mal an einer Rastanlage in Österreich. Wunderschön an einem See gelegen. So lob ich mir das. Abends kamen wir dann in Brün an, wo unser Lieferant ein cooles Hotel für uns gebucht hatte. Sein lokaler Vertreter kam auch noch und dann ging es erst mal was essen. Natürlich stellte ich recht schnell fest das mein Tschechisch doch nicht existent ist, haha. Der Kamerad spricht aber recht gutes deutsch! Am späten Abend waren dann nur noch unser Lieferant und ich über und wir unterhielten uns eine Runde mit den Mädels vom Nachbartisch. Das wir die NICHT mit auf´s Zimmer nahmen war am nächsten Tag noch der Running-Gag. Da ging es nämlich nochmal 200km weiter eine Kläranlage besichtigen. Dort werden nämlich deren Maschinen seit über einem Jahrzehnt erfolgreich eingesetzt. Wie gesagt, ich habe einen interessanten Job und Geld stinkt bekanntlich auch nicht ;-) Trotzdem ist mir Kohle lieber! Nachdem wir nochmals im gleichen Laden zu Mittag gegessen hatten ging es dann auch schon wieder zurück nach München. Mein Chef stieg schon mal in dem Hotel was man uns buchte ab und stürmte sogleich in ein benachbartes Restaurant. Da war nämlich früher ein Chinese drin. Mittlerweile war es aber ein Italiener, der ziemlich bescheiden war. Auf Kommentare wie “wie, Sie wollen schon bezahlen, Sie haben ja noch nicht mal fertig gegessen” stehe ich nicht wirklich. Der nächste Tag waren dann Besprechungen angesagt und nach dem Mittagstisch, dieses Mal ausnahmsweise beim Chinesen, ging es dann Richtung Heimat. Wir besuchten nämlich meine Familie, die uns lieberweise wieder einmal begrüßte. Mein Chef war ganz entzückt, da er normal außer Hotels, Büros und Fabrikhallen in Deutschland nur Autobahnraststätten sieht und ich sparte es mir 900km am Stück zu fahren ;-) Win-Win.
Von dort aus ging es dann nach “neben Ostfriesland”, wo wir Termine hatten und Abends nach Ibbenbüren, wo unser anderer Lieferant wartete. Die schickten zwei Chinesinnen, von denen ich eine schon kannte und wir speisten erst mal im Außenbereich des Hotelrestaurants. Steak vom Hirsch für mich und Neuseeländisches Lamm für den Rest. Dazu noch ein paar Drinks und viel zu Lachen, haha.

Donnerstag ging es dann ins Bergwerk Anratzith in Ibbenbüren. Wenn Du nicht weisst wo das ist ist dies kein Beinbruch :-) Da man da natuerlich keine Bilder machen darf hier mal ein paar von Spiegel online. Muss noch nachfragen ob mir jemand die Schnappschüsse nach unserer Grubenfahrt mal schicken kann. http://www.spiegel.de/fotostrecke/deutschlands-tiefster-arbeitsplatz-1630-meter-unter-dem-meer-fotostrecke-76292.html
Mittlerweile kann ich wohl behaupten, dass ich der jenige in meiner Familie bin der den tiefsten Aufzug genommen hatte, haha. So lange bis irgend jemand ein 2km Gebaeude baut und jemand von meiner Familie da mal rauf fährt :-) Ziemlich interessant muss ich sagen. Wir waren übrigens auf der Sohle 6, die man auch bei Spiegel sieht. Also ganz unten. Natürlich war der Fahrstuhl kaputt, weshalb man den Weg zur letzten Etage zu Fuss und auf Foerderbaendern zuruecklegen musste. Das darf man sich bildlich vorstellen. Man wird, liegend, auf einem Foerderband transportiert, weil es da unten bestialisch heiss ist und ein längerer Fußmarsch die Hölle ist. Die Kumpels bekommen wohl sogar ab und an nen Tag Hitzefrei!

Am nächsten Tag ging es noch die Fertigung unseres Lieferanten anschauen. Sehr interessante Maschinen muss ich sagen. Das mag ich an meinem Job. Die meisten Leute beschäftigen sich eher mit der Oberfläche als mit dem was drunter passiert, haha. Anschließend ging es noch nach Düsseldorf zum Japaner und von dort aus nach Wiesbaden. Unser Flug ging nämlich Samstag Mittags und ich hatte keine Lust auf Stress im Stau! Da ich natürlich auch dort Freunde habe rief ich von der Autobahn erst mal meinen Kumpel Martin an. Dieser hatte seine Handynummer gewechselt und mir das auch mitgeteilt, aber die Alte war natürlich noch in meinem Speicher vorhanden, weshalb es erst mal nichts mit einem Treffen wurde. So ging ich mit meinem müden Chef in ein hessisches Restaurant, wo ich mir Handkäs mit Musik bestellte. Alter Spalter. Wenn irgendein Gericht in der Lage ist die weltweiten Hungerprobleme zu stillen, dann dieses. Mein Boss weigerte sich, da das stinkt wie sonst was, aber ich musste es einfach mal probieren. Nach einem Bissen war ich aber schon satt! Nicht des Geschmacks wegen, der eigentlich ganz in Ordnung war, sondern weil das füllte wie sonst was. Im Hotel angekommen hatte ich dann auch schon 3 SMS und 2 Emails von meinem Buddy und erkannte das er eine neue Nummer hat, haha. Er war auf einem Festival und meinte ich könne entweder kommen oder wir könnten uns in der Stadt treffen. Festivals hören sich immer gut an, also dort hin. Mein Chef war zu Müde und meinte nur “viel Spaß!”. Dazu gab er mir eines seiner Handys mit, da meines fast keinen Akku mehr hatte ;-) Gesagt, getan, betrunken. Kam Morgens um 5Uhr im Hotel an, als mein Boss gerade aufgestanden war, haha. Jugend forscht. Auf dem Fest meinte eine Dame mit der mein Kumpel glaub befreundet ist, dass ich ein Unmensch wäre, da ich den Kohlenabbau unterstützen würde. Das war aber schon zu später Stunde und die Dame auch nicht mehr ganz nüchtern. Da Lob ich mir doch meine liberale Gesinnung. Ich hab sogar Polizisten als Freunde, haha.

Der Rückflug mit AirChina war dann auch wieder das Übliche. Hübsche Stewardessen mit einem Lächeln, neuer Flieger und keine Probleme bei der Einreise. So lob ich mir das. Wenn ich den Flug das nächste Mal mit umsteigen in Beijing buche pack ich mir den Koffer so voll mit zollpflichtigen Sachen das er Platzt, haha. Hintergrund ist der, dass Gepäck ab Frankfurt seit geraumer Zeit durchgechecked wird. Denke mal nicht das es den Zoll dann noch interessiert ;-) OK, die Chinesen sind da eh wesentlich kulanter als wir! In Beijing musste mein Chef dann natürlich erst mal Frühstücken. Wasserreis für ihn, Nudeln für mich. Anschließend ging es in die Maschine nach Shanghai. Das war eine alte 747, die früher glaub ich von Frankfurt nach Beijing zum Einsatz kamen. Eine wirklich alte Maschine! Hatte die mal bei meinem ersten Flug nach China und meinte danach das man so schon einen Vorgeschmack auf die VR bekäme, haha. Lang lang ist es her.
Zu guter Letzt mussten wir noch unsere Zugtickets abholen. Meine bescheuerte Kollegin buchte aber natürlich nicht 2 Tickets mit zwei IDs sondern 2x mit dem Perso vom Boss. So durften wir eines wieder stornieren und ein neues buchen. Mitdenken ist hier ab und an die Ausnahme! So kam es dann auch das wir 12h nach Ankunft in Beijing wieder in Shaobo waren. Shit happens. Bin noch kurz ins Büro und dann ins Bett ;-)

Der Rest der Woche war dann entspannt. So entspannt wie man nach einer Woche Hardcore Reisen nur sein kann. Die will nämlich aufbereitet werden…

Wie Eingangs erwähnt bin aktuell wieder on the Road. In dem Fall darf man das wörtlich nehmen. Fahre mit meinem Kollegen nämlich in die Provinz Shaanxi. Genauer gesagt in eine Stadt oberhalb von Xian. Da gibt es Kohle und wir schauen uns Samstag ein Bergwerk an. Wir bleiben da wohl 3 Tage und, da es von Xian zu Meiling nur 700+ Kilometer sind, mach ich danach erst mal bei Ihr Homeoffice ;-) Auf den Trip freu ich mich schon. Irgendwo auf der Strecke zwischen Xian und Chongqing aussteigen, Stunden in dem Kaff auf den nächsten Zug warten und dann nochmals 400km weiterdüsen um danach noch ne Stunde+ Bus zu fahren. Was macht man nicht alles für die Familie! Auf dem Rückweg geht es dann kurz in Hong Kong vorbei, da dort noch unsere Heiratsurkunde wartet. Mir wird es also nicht langweilig!

Derweil geht mir der Kurze meiner Kollegin auf den Sack. Der hat nämlich Ferien und weiß nicht was er mit seiner Zeit anfangen soll. Heute ist der bei mir im Büro und rotzt alle 5 Minuten, natürlich in voller Lautstärke, in den Mülleimer. Wie es mein früherer Geschäftspartner mal am Telefon sagte: “Kinder sind was wunderbares”. Vor allem wenn sie einem um 7 Uhr Morgens ihre Lebensgeschichte erzählen wollen, während meiner einer nur eine Kippe, einen Kaffee und seine Ruhe will.

That’s it. Das Abendessen mit dem Geschäftsführer einer Mine steht bald an. Hoffe zwar das es nicht wie gestern und vorgestern endet, aber von dem was ich so hörte bleibt es wohl beim Wunsch. Der Kofferraum unseres Wagens ist auch Rand voll mit ekligem Schnaps, haha.
Drück mir die Daumen, 
Sven

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Verliebt – verlobt – VERHEIRATET…

Gepostet am 13. 08. 2013  |  Veröffentlicht in Allgemein  |  8 Kommentare

So, ich bin, mit einer knappen Woche Verspätung, wieder im Büro ;-) Wie gesagt, in China hat man 2 Wochen Heiratsurlaub. Das juckt bei mir in der Firma aber keinen so lange ich mich ab und an mal mit einem Lebenszeichen melde… Denke manch einer ist der Meinung das ich mich abgeseilt hätte, aber auch das tangiert mich sonst wo.

Zuerst einmal die gute Meldung (gibt eigentlich nichts negatives, außer das mein Hass auf Taxifahrer mal wieder gewachsen ist ;-)). Wir haben uns getraut. Dazu gibt es demnächst einen getrennten Post, der dass Thema Heiraten in China genauer aufgreift. Es scheint mir als ob es da einen Bedarf für gibt, haha.

Wir flogen ja Sonntags nach Shenzhen und blieben dort eine Nacht. Meiling buchte vorab ein Hotel, nicht wissend das ich für eines direkt an der Grenze eine VIP Karte habe. Übernachte eigentlich immer dort wenn ich in Shenzhen bin, weshalb sich die Karte einfach anbot. So kam es das wir LUFTLINIE 3km von der Grenze weg wohnten. Eigentlich nur nen Kilometer, aber halt 3km vom Grenzübergang Luohu weg. Der Laden war im 7ten Stock eines 30ig stöckigen Hochhauses und natürlich dementsprechend gut zu finden. Der Laden war nicht unbedingt schlecht und auch der Fakt das es eigentlich 1-Zimmer Wohnungen waren die auch eine Waschmaschine vorhielten waren bei den tropischen Temperaturen dort ganz willkommen. Am nächsten Tag ging es dann recht früh nach Hong Kong, da wir dort auf dem Standesamt bestätigen mussten das alle Unterlagen richtig sind.
Wie gesagt, mehr dazu später. Das witzige war, dass man aufstehen muss und vor einer Beamtin schwören muss das auch alles richtig ist. Wenn da noch 50 andere Leute im Raum sind kommt man sich schon ziemlich bescheuert vor. Mein English ist lupenrein, aber da sind doch ein paar Zungenbrecher dabei. Das sollten die einem vorher per Mail schicken, haha.
Dienstag war dann Leisureday. Meiling hat ein Faible für Delfine und wollte schon immer in den Ocean Park Hong Kong. Bislang konnte ich das vermeiden, aber hey, da unser originär geplantes Programm (Heliflug über HK, Segeltourn etc.) ausfiel. Da lass ich dann mit mir handeln. Gut das Meiling nicht wusste was ich eigentlich plante, haha.

Der Ocean Park hat ein Programm was man nur mit viel Suche und Glück findet: Den Dolphine Encounter. Da darf man mit den Delfinen ins Wasser. Was man nun davon halten soll überlasse ich jedem selbst, aber es wird einem als “Ökotourismus” verkauft. Kostet auch schlappe 140€ pro Nase. Mit Meiling war noch ein anderes Paar im Wasser, während ich Fotos machte. Dafür brauchte man nur ein normales Ticket für 27€, haha. Hat es sich gelohnt? Absolut. Madame strahlte über beide Ohren, hehe. Das ist die Hauptsache.

Mittwoch kamen dann unsere Trauzeugen aus Guangzhou. Die haben nicht nur 6 eigene Buslinien in ihrem Wohngebiet, sondern auch eine eigene Busverbindung von Hong Kong nach Guangzhou. Nicht schlecht… Die kamen dann mit zur Trauung, die genau 5 Minuten dauerte. Ziemlich unromantisch. Und das aus meinem Munde, haha. War auch bislang nur 1x bei einer standesamtlichen Hochzeit in Deutschland dabei und fand das auch nicht wirklich den Hit!

Unsere Trauzeugen mussten am nächsten Tag wieder arbeiten und fuhren dementsprechend mit dem letzten Bus nach Hause, während wir uns einen lockeren machten.
Donnerstag ging es dann auch für uns nach Guangzhou, da wir uns mit Meilings Schwester und ihrem Mann treffen wollten. Wir steigen meist in einem Hotel direkt am Bahnhof ab, was aber leider renoviert wurde. Direkt neben dran war eines von Eastern Airlines, aber das Arschloch an der Rezeption war so unfreundlich das Meiling die abgeschlossene Buchung umgehend wieder stornierte. Keine Ahnung wie man so einen hässlichen Vogel an die Rezeption lassen kann! Also engagierten wir einen Schlepper. In dem Fall wörtlich zu nehmen, da der Koffer den Meiling von ihrer Kollegin bekam schon in Hong Kong ziemlich ramponiert war, hehe. Zu guter Letzt brach auch noch der Tragegriff ab. Ich weiß warum ich hier kein Gepäck kaufe. Man bekommt genau das was man bezahlt. Nichts.
Freitag ging es dann mit Schwester + Schwager shoppen. Das bietet sich in Guangzhou an, ist aber für Männer eher langweilig. Aber da muss man durch. Abends ging ich dann zum Bahnhof, um unsere Tickets abzuholen. Die Tante am Schalter meinte das die für den heutigen Tag wären, was ich natürlich verneinte. Sie druckte sie dann aus und zeigte sie mir und tatsächlich waren wir schon seit 8h im Zug. Shit happens. Da es 1st Class Schlafwagentickets waren kostete das mal schnell genauso viel wie der Ocean Park. Und ich meine NICHT nur mein Ticket ;-) Also wurden noch schnell Flugtickets nach Chongqing gebucht, da der näheste Flughafen zu Meiling eine mittlere Katastrophe bezüglich Erreichbarkeit ist. Streiche mittlere. Von CQ gibt es genau EINEN Bus in die nächstgrößere Stadt und den nahmen wir dann auch. 5h. Da kommt Freude auf. Vor allem wenn man nochmal 40km weiter muss. Irgendwann waren wir dann aber bei der Schwiegermutter, die sich entschuldigte das sie nicht eingekauft hätte, da sie uns erst am folgenden Sonntag erwartete. Keine Ahnung wie, aber aus dem wenigen was noch im Hause war vermochte sie ein famoses Mahl zu zaubern. So mag ich das, haha.
Am nächsten Tag wurde dann Meilings Grill eingeweiht. Die hat sich nämlich bei Taobao für 100RMB einen bestellt. Also erst mal Morgens auf den Markt und Gemüse und Grillbares eingekauft. Das wurde, ganz Chinesisch, auf Spieße gesteckt und Abends dann gegrillt. Sehr cool, vor allem weil Meilings Eltern ja eine Mega Terasse haben. Penthouse ;-)
Zwischendurch kam dann auch  die Antwort von er Botschaft, dass ich den Pass meines Chefs in Beijing abholen könnte. Sind ja nur 1.700km von Meilings zu Hause und 1.400km von dort bis in mein Büro…
Also Tickets für Donnerstag Abend gebucht und mich auf one Night in Beijing eingestellt. Ein Kumpel von mir war auf Geschäftsreise und ich hatte auch nicht wirkliche Lust mir die Nacht um die Ohren zu schlagen, weshalb ich mich gemütlich in ein Hotel in Botschaftsnähe einbuchen wollte. Denkste. Mein Kumpel meinte schon das ich reservieren sollte, was ich aber ignorierte. Nach 2,5h buchte mir Meiling dann ein Hotel, was auch sinnvoll war, da die während ich eincheckte einige andere Leute ohne Reservierung abwiesen. Der Weg dorthin war aber ziemlich steinig ;-) Wie gesagt, Hass auf Taxifahrer Part 27.
Die erste Kreatur die ich damit beauftragte mich zum Hotel zu fahren war so ehrlich mir mitzuteilen das er die Adresse nicht kennt. Alles klar, also wieder ausgestiegen. Der zweite wollte eine LUPE nehmen, bis ich, der vorher schon nen Screenshot machte, diesen zoomte. Das Problem war, dass mein Akku fast leer war. Also hieß es das Handy ausmachen. Zudem waren die Schriftzeichen der Straße nicht wirklich das was man in der Uni lernt und weitere Angaben hatte ich nicht. Irgendwann gelang es mir aus dem Handy noch den letzten Saft rauszuquetschen und mit dem Zeichen zu vergleichen die auf dem sich näherenden, vermeintlichen Ziel standen. Die waren NICHT identisch. Der Vollpfosten hatte sich, trotz Zoom und eigener Lupe, VERLESEN. Er meinte dann ich möge das Hotel anrufen, was mir aber nicht möglich war da ich weder Telefonnnummer noch Batterierestlaufzeit hatte und er meinte daraufhin das er keine Möglichkeit sehen würde mich dort hinzubringen, da es die Straße nicht geben würde. Alles klar, rechts ran und ich ihn gebeten mir einen Beleg auszustellen. Er meinte das wäre ihm nicht möglich, da er mich nicht ans Ziel brachte, was ich als höflichen Akt wertete. Er hatte ja auch Recht! Ich stand irgendwo in einer Stadt mit 8-stelliger Einwohnerzahl (gut, ich wusste grob wo ich bin, da Meilings beste Freundin in der Gegend wohnt und ich ein ziemlich gutes Gedächtnis habe) und war immer noch nicht im Hotel. Nun wurde es aber eklig. Auf meine erneute Bitte mir bitte einen Beleg zu geben meinte der Arsch das er das nicht kann, ich ihm aber einen verringerten Betrag Cash geben könne. Ich meinte dann das ich den Beleg brauche da es eine Dienstreise wäre, worauf er meinte ich hätte ja wohl das Geld das SELBST zu bezahlen. Also stieg ich ohne Bezahlung aus. Arschlecken. Verarschen kann ich mich selbst.
Mein Problem war da immer noch nicht gelöst, weshalb ich meine altersschwache Laptopbatterie bzw. Selbigen mit einem USB Kabel zum Laden meines Telefons verband ;-) Meiling macht zwar immer Witze über mein Set-Up, aber wenn ich dann im Hotel das nicht vorhandene Netzwerkkabel aus meiner Tasche ziehe und es an meinen Mini-Router klemme und wir WLan haben hält sie ihre große Klappe, haha. Das es sicherlich ziemlich bescheuert aussah Nachts mit Laptop auf der Straße zu stehen tangierte mich sonst wo. Die Adresse des Hotels fand ich dann auch irgendwann. Das war so Remote das glaubt die Welt nicht. In einem Hutong, also einer der alten Wohngegenden Beijings…

So kam es das ich erst um 22.00Uhr zu meinem wohlverdienten Abendessen kam. Da ich mir die Kekse bei Sichuan Airlines sparte (die denken das sie das mit dem Aussehen ihrer Stewardessen kompensieren können, aber ich frage mich derweil ob man sich jeden Mist reinschaufeln muss nur weil es jeder im Flieger macht) war doch ein gewisses Hungergefühl nicht zu verleugnen ;-) Auf dem Flughafen von Wanzhou, der diesen Namen nicht wirklich verdient, traf ich dann ein wohl junges Mädel was im Rollstuhl sitzt. Die Kleine flog alleine nach Beijing, wo sie an einer Konferenz für Behinderte teilnahm. Keine Ahnung was sie hatte, aber sie hatte die Statur von Meilings Oma. Und die ist nicht nur bald 90 Jahre alt sondern hatte auch so ziemlich die beschissenste Epoche in China miterlebt. Da kann man etwas geschundener daher kommen. Interessanterweise hatte die junge Dame eine durchaus positive Art an sich. Eine willkommene Abwechslung zum ständigen Gejammer was ich in der Tagespresse so lese, haha.

Freitags ging es dann wie gesagt zur Botschaft. Da es wärmer wurde mit dem Taxi. Dem Kollegen sagte ich das ich zur Deutschen Botschaft möchte, worauf er meinte ich möge ihm die Adresse nennen. Alles klar, Adresse aufgesagt, aber er wusste immer noch nicht wohin! Also auf der Karte gezeigt, worauf hin er meinte “Nein, Du sagst mir wie ich fahren muss”. Ab und an denke ich wirklich das man in China anstatt nem Taxischein nur nen Führerschein braucht! Der Jung stellte sich dann aber als ganz brauchbar raus. Nicht als Guide, sondern als Gesprächspartner. Er hasste VW Jettas (“den würde ich nicht mal fahren wenn die Firma ihn mir umsonst hinstellt”) und Amerikaner (“kein benehmen und meinen immer noch das sie die Nr. 1 sind, was nur darauf gebaut ist das sie wirtschaftliche Probleme mit Krieg in anderen Ländern kompensieren”. Recht hatte er. So wurde die Fahrt mit mir als Navigator auf dem Beifahrersitz recht kurzweilig. Ich dachte ja immer das unsere Botschaft ein repräsentatives Gebäude sein muss, bei dem der gemeine Chinese in demütig geduckter Haltung die Straßenseite wechselt. Denkste. Die Flagge auf der Rückseite könnte auch mal ausgewechselt werden! Da hat jeder Kurzzeitpatriot eine bessere Version im Garten stehen.

Ich war um kurz nach 12.00Uhr dort und stellte mich an. Zwischendurch kam noch ein Landsmann, mit dem ich mich dann auch etwas unterhielt. Der meinte wir können uns vordrängeln, da man unsere Pässe nicht kontrollieren würde, haha. Gesagt, getan. Wenn ich eines in China verlernt habe dann ist es Höflichkeit in Schlangen! Sonst würde ich wohl jetzt noch dort stehen… Somit war ich auch der erste in der Reihe, da die Chinesen ja noch alle kontrolliert wurden. Die Dame meinte zuerst wo meine Vollmacht wäre, die sie aber schon in der Hand hielt. Danach meinte sie der Pass wäre vor 2!!! Wochen fertig geworden, worauf ich erwiderte das ich die Aufforderung bekam an genau diesem Freitag vorstellig zu werden. Sie zeigte mir den entsprechenden Eintrag im Computer, worauf mir sonst was auf Grundeis ging. Da ging bekanntlich alles schief und dementsprechend hätte es mich auch nicht gewundert wenn der Pass schon bei uns im Büro auf mich warten würde. Dem war aber nicht so. Zu guter Letzt bekam ich ein Visum von 2010 hingelegt und wurde gefragt ob alles in Ordnung wäre. War es auch. Nur wollte ich ein 2013/14 Visum sehen, was dann zum Glück auch drin klebte…
Zu guter Letzt fuhr ich zum Südbahnhof. Mit ungutem Gefühl im Magen (Anmerkung an mich selbst: Lass die Finger von japanischem Rindfleisch – das tut dir nicht gut, hehe). Da Beijing ja ziemlich überfüllt war sollte dies auch für die Züge Richtung Heimat gelten. Nach Nanjing, meiner vorerst letzten Destination, fahren zwar pro Tag weit über 100 Züge, aber bei einer Bevölkerung von 1,4Mrd. Einwohnern ist dies kein Garant für einen Platz. Da ich aber nicht wusste wie ich aus der Botschaft komme hatte ich nicht vorher online gebucht… Es gab dann noch einen Platz im 16.00Uhr Zug, in dem ich diese Zeilen schreibe. Während man in Deutschland bei der Bahn auf die Auslieferung veralteter ICE Züge wartet hab ich hier ordentlich Beinfreiheit, Sitzplatzreservierung ohne Aufpreis, eine Steckdose unterm Sitz und mein UMTS geht auch bei Tempo 302 noch ;-) Der 15.00Uhr Zug hätte zwar die Strecke von 1.023km in 3,5h geschafft, aber mit knapp 4h bin ich auch noch ganz zufrieden. Vor einem graut es mir aber. Es ist sicherlich zu spät für einen Bus nach Hause. D.h. TAXI!
 
Es kam natürlich wie es kommen musste. Weder am Südbahnhof noch am Hauptbahnhof gab es noch Busse nach Yangzhou oder Jiangdu, wo ich wohne. Also ein Hotel genommen. Ein schickes ;-) Spesenabrechnung und Hitze sei Dank! Am nächsten Morgen ging es dann früh raus und zum Busterminal, was 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof weg liegt. Natürlich erreichte ich es nicht, da ich einem Taxifahrer in die Arme lief. Der erste wollte 25€, was für 100+ Kilometer sicherlich nicht zu viel ist. Mir schwebte aber was um die 10€ vor. Also ein Sammeltaxi. Der Arsch sagte dem Fahrer das ich nach Yangzhou müsste, was ich aber ablehnte, da mein Wunsch ausdrücklich das weitere Jiangdu war. Er meinte ich möge ihm 1,20€ mehr geben, was ich aber mit einem recht bösen Satz verneinte… Anschließend fand ich mich in einem Taxi nach YIZHENG wieder, wo Meiling früher wohnte. Dort verkaufte man mich dann an ein Taxi nach Yangzhou und gab mir noch nen Euro für die Fahrt nach Jiangdu. Nur Arschlöcher. Dementsprechend dauerte die Fahrt auch 3h… Shit happens.
 
Sonntag ging es dann kurz ins Büro, da ich daheim keine Klima habe und den Chef treffen wollte. Es ging darum unsere Reise nach Deutschland zu besprechen. Morgen geht es los, sprich ich hau heute Nachmittag nach Shanghai ab und nehm mir ein Hotel in Flughafennähe, da ich keinen Bock habe meinen sündhaftteuren Flug zu verpassen. Flüge von Deutschland nach China sind aktuell wahnsinnig teuer muss ich sagen. Das sind sie im August eh immer, aber so viel hab ich noch nie bezahlt. Gut das das die Firma begleicht, da ich nächste Woche dort geschäftlich zu tun habe, haha. Mein Chef war aber so nett mich früher von dannen ziehen zu lassen, da ich noch private Sachen zu erledigen habe. Meiling verweilt derweil bei ihrer Mutter und hat noch ihren Neffen und die Oma da. Der kleine Furz schickte mir neulich über WeChat eine Message mit meinem Chinesischen Namen und einem “gute Naccccht”. Meiling lernt nämlich gerade Deutsch. Wir chatten fast nur noch in der Sprache der Dichter und Denker. Das wird…
 
Genug der Worte, muss noch was Essen und dann wird gepackt!
Cheers
Sven
 
PS: Der Beitrag wurde irgendwie nicht veröffentlicht ;-) Bin schon seit letzter Woche Donnerstag in Deutschland, haha.
PPS: Bilder kommen wenn sie die Familie gesehen hat… Das gehört sich wohl so!
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Neulich beim Chinesen – Adieu Du schönes Lotterleben!

Gepostet am 22. 07. 2013  |  Veröffentlicht in Neulich beim Chinesen  |  2 Kommentare

Disclaimer: Der Post sollte schon am Sonntag online gehen. Bzw. fast schon am Samstag. Sollte ;-) Mittlerweile sind wir in Hon Kong, aber das kommt nächste Woche dran, haha.

So, die erste Runde der Heiratsfeierlichkeiten sind vorüber! Waren Dienstag Abend mit Meilings Kollegen zu Abend essen. Was mir an den Chinesen gefällt ist die nette Geste roter Umschläge… Derer gab es einige. Es wurde sogar darauf vermerkt wer wie viel Kohle reinpackte, haha. Sagen wir es mal so, auch wenn die Restaurantrechnung 270€ betrug haben wir ordentlich dran verdient ;-)
Zudem gab es von Meilings Firma noch eine dicke Abschiedszahlung, die sogar mein Monatsgehalt gut überflügelte. Sie hatte da nämlich so eine Art Bausparvertrag, der mit Austritt aus dem Beschäftigungsverhältnis auf einen Schlag bezahlt wurde.
Was mir aber noch mehr gefällt ist der Fakt, dass man hier einen HALBEN Monat Sonderurlaub zur Hochzeit bekommt. Weiß ich auch nur von Meiling, haha. Das nehm ich natürlich sehr gerne in Anspruch! Es muss ja irgend einen Vorteil haben wenn man sich angestellt verdingt, richtig?! Könnte mir das ja so rechtfertigen das ich zum richtigen Zeitpunkt zumindest einen Teil meiner Selbständigkeit aufgab, haha.
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Neulich beim Chinesen – Taifun == Chinesisch für laues Lüftlein ;-)

Gepostet am 16. 07. 2013  |  Veröffentlicht in Neulich beim Chinesen  |  2 Kommentare

So, es hagelt Postings, haha. Während ich hier auf den Taifun warte, der eigentlich schon gestern Abend eintrudeln sollte, mal wieder kurz ein Abriss was in den letzten Tagen los war…

Es war bzw. ist immer noch viel zu warm! Wir hatten am Wochenende Besuch aus Hangzhou, der Samstag Mittags ankam. Also die Klima in unserem zweiten Schlafzimmer angeschaltet. Aus der kam aber nicht mehr als ein laues Lüftlein. Unsere nette Mitbewohnerin hatte das nämlich nicht gemeldet das die wohl keine Klimaanlagenflüssigkeit mehr hat. Sehr schön. Unsere Freunde haben sich sonst was abgeschwitzt. Hätten wir es etwas früher bemerkt hätten wir einfach den Service angerufen und es fixen lassen. Manche Leute gehören einfach in den Sack gesteckt!
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Neulich beim Chinesen – verliebt, verlobt…

Gepostet am 12. 07. 2013  |  Veröffentlicht in Neulich beim Chinesen  |  8 Kommentare

So, ich will meinen großen Worten auch große Taten folgen lassen ;-) Hier der Wochensenf… Der schlummerte schon wieder seit letzter Woche in meinem Entwurfsordner, aber hier ist gerade Hitzewelle und ich gut busy…
Was war los?

So, ich gelobe ja Besserung und dementsprechend gibt es heute einen Post ;-) Das Highlight der Woche waren nicht die tropischen Temperaturen, sondern meine Kollegin, die morgens mit einem Badmintonschläger anrückte. Einem vermeintlichem Badmintonschläger. Das war bzw. ist nämlich eine elektrische Fliegenklatsche! Nicht das ich mir einen Bart wachsen und auf jede technische Innovation verzichten würde, aber die Old-School Teile sind doch wesentlich praktikabler! Damit trifft man wenigstens. Seek and Destroy! Dieses elektrische Pendant hat aber einen gewissen Fun-Faktor. Zumindest dann wenn man es NICHT in der Hand hält sondern jemandem beim aussichtslosen Unterfangen der Liquidation von Fliegen zu zusehen… Ich bin da doch lieber der klassische Typ. Die von schwarzen Flecken heimgesuchten Wände meines Büros geben mir da auch Recht! Die ähneln nämlich mittlerweile einem Moskitofriedhof…
Unsere Mitbewohnerin verließ uns derweil auch. Ziemlich spontan. Sie hatte sich wohl von ihrem vermeintlich reichen Freund (glaube ja immer noch das sein alter Herr weit über eine halbe Mrd. RMB schwer ist, aber der Junior wurde wohl vom Geldhahn abgeschnitten, was mich auch nicht wundern würde) und dementsprechend einen Tapetenwechsel angestrebt. Scheinbar ist sie nach Guangzhou gegangen. Mir soll es egal sein. Die hatte sich wohl die letzten Tage nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Und das ihr flegelhafter Freund nicht mehr jeden Tag hier rumhängt und Meiling auf die Nüsse geht begrüße ich derweil natürlich ebenfalls. Schrieb es glaub ich schon mal das ich ihm fast eine zentriert hätte weil er meinte brüllend kommunizieren zu müssen. Meine Geduld ist schier unerschöpflich, aber es geziemt sich dann doch nicht die Grenzen auszuloten. Das kann, ja geht in die Hosen.

Eigentlich wollte am Wochenende ein Ami kommen den ich bei LinkedIn kennenlernte. Witziges Kerlchen. Nur war der busy und Meiling war auch nicht in der Laune auszugehen. Zudem regnete es, was doch ab und an ganz willkommen ist. Dem Wetterbericht folgend droht aber nächste Woche das nasse Grauen! Wenn es hier mal regnet dann so, als ob ich alle Himmelsschleusen auf 1x öffnen würden. Das letzte Mal war sogar das Bett, was 1,3m vom Fenster weg ist, nass. Trotz Fliegengitter…

Morgen kommt aber Besuch! Ein alter Freund vom Sicherheitsdienst im Hotel in dem Meiling früher arbeitete kommt mit seiner Freundin vorbei. Der ist mittlerweile Marketingleiter bei denen und hat dementsprechend etwas mehr Zeit… Witziges Kerlchen. Hoffen wir mal das das Wetter hält, haha.

Derweil gibt es die Tage täglich ein Eis. Irgendwie hat es sich eingependelt das abwechselnd jeder mal zum Kiosk latscht und dort für die Kollegen Eis kauft. Sehr feine Sitte muss ich sagen! Umgekehrt hat man aber die Abendverpflegung gestrichen. Warum weiß ich nicht. Bin schon ein halber Strich in der Landschaft, da ich unter Garantie nicht selbst kochen werde, haha. Mittagessen und ab und an ein “Kuchen” müssen reichen. Keine Angst, ich fall nicht vom Fleisch, aber etwaiges Hüftgold schmilzt nicht nur der Hitze wegen dahin…

Was gibt es sonst noch an News?
Wir heiraten. Nach ungefähr 5,7 Jahren wildester Ehe ;-) Hatten es eh langsam mal vor, da uns keiner mehr unsere Standardantwort “nächstes Jahr” abnahm. Da man ein uneheliches Kind als sein eigenes akzeptieren muss und das zielmlich schräg ist haben wir die Unterlagen für die Hochzeitsanmeldung finalisiert. Am 24. Juli ist es so weit… Heiraten übrigens in Hong Kong. Wenn alles rum ist kommt auch ein Post zum warum. Sagen wir es mal so, ich bin niemand der auf Papierkrieg steht und eine internationale Heiratsurkunde die ohne Übersetzungen weltweit gültig ist hat schon ihren Reiz, haha.

Sollte wohl meine Amazon Wishlist in einen virtuellen Hochzeitstisch ummünzen, hehe. Flieger geht am 21. nach Shenzhen, dann geht es Montag nach Hong Kong, wo wir nochmals schwören das alle Unterlagen und Angaben vollständig und korrekt sind und wir jeweils noch nicht verheiratet sind und dann gibt es nen Schrieb mit dem wir Mittwoch heiraten können. Nice, oder?

Das war es dann auch mit dem schönen Lotteleben. Unter uns hab ich das aber glaub ich in vollsten Zügen genossen. Reue? Fehlanzeige ;-)=

Genug der Worte
schönes Wochenende!
Meiling + Sven

PS: Habe mir, eher geschäftlich als privat, einen Leckerbissen von Server gegönnt. Soll heißen das ich mein geliebtes Blog bald dahin migriere. Kostet mich ein Vermögen pro Monat (vom Jahr will ich mal lieber gar nicht anfangen ;-)), aber dafür flutscht dann normal wieder alles wie es soll. Also nicht wundern wenn mein Blog ein paar Tage nicht richtig erreichbar ist…

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Neulich beim Chinesen – Adieu Du schönes Lotterleben!

Gepostet am 01. 07. 2013  |  Veröffentlicht in Neulich beim Chinesen  |  8 Kommentare

So, nachdem ich gerade mal wieder auf meinem Blog war stellte ich fest das der letzte Post 6 Wochen her ist ;-) Wurde ich überfahren? Nein. Zumindest nicht im realen Sinne. Hatte einfach zu viel zu tun um zu bloggen… Kommt vor.
Was war im letzten Monat los?
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Neulich beim Chinesen – Adios Chongqing…

Gepostet am 13. 05. 2013  |  Veröffentlicht in Neulich beim Chinesen  |  4 Kommentare

​ Mal wieder vergessen den Wochensenf zu posten ;-) Wie gesagt, ich bin busy und dementsprechend hat das Blog eine niedrigere Prio…​
​Der von letzter Woche kommt also Morgen. Oder übermorgen. Also irgendwann die Woche!​

So, die Urlaubswoche ist rum und ich könnte mal wieder welchen vertragen;-) War, wie immer, recht heftig. Aber alles der Reihe nach!

Zuerst wurde das Wochenende vorgearbeitet, da man wohl 2008 aus der Maiwoche den Maifeiertag machte. Soll heißen offiziell hat man nur einen Tag frei. Es ist aber so, dass eigentlich alle Firmen das Wochenende davor durcharbeiten, damit man 3 Tage frei machen kann. Intelligente Firmen legen die, wenn der erste Mai auf einen Mittwoch fällt, dann auf Donnerstag und Freitag. Mein Chef meinte die Woche vorher, dass ich mir 2 Tage frei nehmen möchte, da ich ja in Deutschland war und dafür 2 Wochenenden draufgingen. Die hab ich dann einfach in die Maiwoche gepackt, da ich so keinen Urlaub brauchte.
Neulich beim Chinesen – Adios Chongqing…!” – jetzt lesen!

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Neulich beim Chinesen – Aeroflot hat KLASSE!

Gepostet am 25. 04. 2013  |  Veröffentlicht in Neulich beim Chinesen  |  6 Kommentare

So, the boy is back in Town. Mein Ausflug nach Deutschland ist rum. Wie war es? Heftig… Ich flog ja Sonntags mit Aeroflot nach Deutschland und das war, wie schon vorher angedacht, ein Erlebnis!
Zuerst einmal musste ich natürlich aus China raus, wobei ich natürlich gleich für einen Russen gehalten wurde. Passiert mir erstaunlich oft. Meine Schädelform ähnelt NULL einem Russen, aber was solls. Der junge Mann der mich ansprach kam aus Krasnojarsk, was ich auch nur kenne weil ich mal einen DHL Boten dahin schicken musste. Die hatten mir versprochen eine Musterlieferung zu schicken, wussten aber nicht das die nächste Filiale 3.000km weg war, haha. Krasnojarks liegt nämlich in Sibirien (schlag mich wenn es nicht stimmen sollte). Er sprach etwas English, da mein Russisch bei “Hände hoch” und “stehen bleiben!” endet und fragte was ich so treibe. Danach meinte er wir wären Kollegen. Er ist nämlich Institutsleiter am Institut für Bergbauforschung und hat schlappe 3.000 Studis unter sich. Das die FHs an denen ich studierte insgesamt weniger Studierende hatten hab ich dann gleich mal unterschlagen ;-) Man muss ja nicht immer mit der Türe ins Haus fallen! Habe aber seine Karte noch und werde mich die Tage mal bei ihm melden. Bei denen sollte irgendwann auch mal Frühling sein und dann besuch ich ihn vielleicht mal.
Erst mal das volle Programm an russischen Namen die mir geläufig sind. Olga, Ludmila, Anastasia und weitere Damen die wohl schon zu UDSSR Zeiten auf Linie flogen ;-) Gleiches galt auch für den Flieger, haha. Man bekommt wohl was man bezahlt! Wenn ich mal wieder mehr Zeit habe (also wahrscheinlich nie) mach ich mal ein paar neue Postings über die Airlines mit denen ich meistens fliege! Das Essen an Bord war nicht schlecht, obwohl ich persönlich die Meinung vertrete, dass ich nicht wegen dem kulinarischen Genuss in ein Flugzeug steige. Auf dem Weg von Moskau nach Frankfurt meinte Anastasia dann, nachdem ich sie fragte ob sie denn Englisch könnte, da mein Russisch nur für Hallo, Tschüss, Danke und den oben genannten Wortschatz den ich mir aus Kriegsfilmen aneignete reichen würde. Letzteres verschwieg ich aber, da sie schon leicht unruhig wurde. Sie antwortete in etwa mit “Omääääleeeett”, was ich dann auch bestellte. Da wurde das junge Ding mutiger und meinte es würde auch ein russisches Gericht geben. Einen Kuchen. Mehr konnte sie mir aber nicht erklären und auf meine Bestellung dieses Dings meinte sie dann “bist Du dir sicher?!”… Witzig.  Genau wie die Frage ob ich lieber roten oder weißen Wein trinken möchte. Ich bin es gewohnt gefragt zu werden OB ich überhaupt trinke, aber ein Freund von mir der mal mit denen Flog meinte die meisten Gäste auf dem Weg nach Moskau wären schon zu wie die Strümpfe gewesen als sie in den FLieger stiegen ;-) Neulich beim Chinesen – Aeroflot hat KLASSE!!” – jetzt lesen!
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